Beitrag: Bochum jubelt: Erster Heimsieg bringt den VfL in die dritte Runde des DFB-Pokals
SE-Bochum-Mainz

(c) Sebastian Sendlak

2. Runde im DFB-Pokal 2026/ 2027: VfL Bochum – FSV Mainz 05 2:0 (0:0)

Der Zweitligist VfL Bochum traf heute Abend in der 2. Runde des DFB-Pokals im Ruhrstadion auf den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. Das K.O.-Spiel war in Durchgang eins arm an Torchancen, aber der Zweitligist war das aktivere Team gegen den favorisierten Erstligisten. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. In Durchgang zwei legte der VfL einen Blitzstart hin und Christian Rasmussen erzielte die Bochumer Führung (46. Minute). Mainz erwachte danach und die Partie nahm Fahrt auf. Aber statt Mainz traf stattdessen der eingewechselte Philipp Hofmann zum 2:0 (75. Minute) für Bochum. Dessen Torwart Timo Horn hielt in einer verletzungsbedingten zehnminütigen Nachspielzeit mit einer Parade seinen Kasten sauber (90+6 Minute). Am Ende blieb es beim verdienten 2:0 – Sieg des VfL Bochum vor 20.432 Zuschauern an der Castroper Straße. Das Team von Trainer Uwe Rösler zog damit in die lukrative dritte Runde des DFB-Pokals (1./2. Dezember) ein.

Der Bochumer Chefcoach Uwe Rösler veränderte in der „englischen Woche“ die Startelf zwei Mal: Christian Rasmussen und Jarne Steuckers rückten rein, Philipp Hofmann und Koji Myoshi nahmen zunächst auf der Bank Platz. In der zweiten Runde des DFB-Pokal musste der VfL Bochum – wie schon in der letzten Saison – gegen einen Bundesligisten antreten. Im Oktober 2025 gelang ein 1:0 Sieg auswärts in Augsburg, heute war der FSV Mainz zu Gast, der bisher im DFB-Pokal noch nicht gegen Bochum gewinnen konnte. Trotzdem waren die Mainzer heute klarer Favorit und wurden durch 2.300 Fans im Gästeblock unterstützt. Aber natürlich konnten auch die Hausherren wieder auf die Unterstützung ihrer Fans setzen.

Zu Beginn des Spiels tasteten sich beide Mannschaften aneinander ran. Bochums setzte – wie zuletzt in der 2. Bundesliga gegen Wolfsburg – auf frühes Pressing und viel Laufeinsatz gegen die besonders auswärts starken Mainzer. In der 14. Minute hatten die blau-weißen Fans den Torschrei schon auf den Lippen, aber Christian Rasmussen verpasste knapp die Hereingabe von Gerrit Holtmann. Auf der anderen Seite lenkte Michael Steinwender den Ball kurz vor dem linken Pfosten in letzter Sekunde zur Ecke (17. Minute).

Die Gäste, die robust zur Sache gingen, versteckten sich nicht (Sheraldo Becker prüfte Timo Horn, 24. Minute), aber die Hausherren waren das aktivere Team. Dann verflachte das Spiel etwas, da Bochum das Tempo herausnahm.  Zum Ende der ersten 45 + 2 Minuten stand es torlos 0:0. Ein großer Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften war nicht erkennbar. Im Gegenteil: Der Zweitligist war das aktivere Team, aber Mainz zeigte auch, warum sie auswärts stark sind.

Torlos nach einer ereignisarmen 1. Halbzeit

Unverändert kamen beide Mannschaften aus den Kabinen. Aber die Bochumer erwischten den besseren Start. Nach nur 29 Sekunden erzielte Christian Rasmussen das 1:0, unter tatkräftiger Mithilfe des Mainzers Kaishu Sano, der den Schuss noch ablenkte. Die Gäste wurden daraufhin aktiver und nach der ereignisarmen ersten Halbzeit nahm das DFB – Pokalspiel jetzt mehr Fahrt auf. Mainz blieb aber weiterhin den Beweis seines formellen Klassenunterschiedes schuldig. Stattdessen verpasste Bochums Gerrit Holtmann das Tor nur knapp (59. Minute). Aber auch Mainz näherte sich dem Tor an (61. Minute).

VfL – Trainer Uwe Rösler wechselte anschließend doppelt: Berkan Taz und Torschütze Christian Rasmussen wurden durch Koji Myoshi und Philipp Hofmann ersetzt. Auch der Mainzer Trainer Urs Fischer reagierte: Mit einem Dreifachwechsel (63. Minute). Nur acht Minuten später ersetzte Mansour Ouro-Tagba Gerrit Holtmann bei Bochum.

Zu Beginn der Schlussviertelstunde schlug der VfL Bochum erneut zu: Der eingewechselte Philipp Hofmann erzielte das 2:0 nach Vorarbeit von Jarne Steuckers. Nach einem Zusammenprall von Maximilian Wittek und Anthony Caci war die Partie mehrere Minuten unterbrochen. Der Bochumer wurde vom Platz getragen (80. Minute). Maxi Wittek und Jarne Steuckers wurden beim VfL durch Leon Sawas und Lasse Isbruch ersetzt (81. Minute). Der Mainzer konnte weiterspielen, aber auch die Gäste wechselten danach doppelt (84. Minute). Die Gäste warfen jetzt alles nach vorn, aber die Hausherren antworteten ihrerseits mit Kampf und den lautstarken Bochumer Fans im Rücken.

Wegen der langen Verletzungspause gab es eine zehnminütige Nachspielzeit im einsetzenden Starkregen. Bochums Torhüter Timo Horn hielt mit einer starken Parade seinen Kasten sauber (90+6 Minute) und so blieb es am Ende beim viel umjubelten 2:0 Heimsieg des VfL Bochum, den 20.432 Zuschauer sahen.

Rösler: „Ich bin very, very happy, aber wir haben den Sieg mit einem hohen Preis bezahlt“

In der Pressekonferenz nach dem DFB-Pokalspiel sagte Mainzer Cheftrainer Urs Fischer, dass der Sieg von Bochum „höchst verdient“ war und „Bochum den Sieg heute mehr wollte als wir“.

Bochums Cheftrainer Uwe Rösler sagte danach: „Ich bin „very very happy, aber wir haben den Sieg mit einem hohen Preis bezahlt (Verletzungen von Maximilian Wittek und Christian Rasmussen). Rösler lobte den Support durch die Anhänger („Die Fans haben uns stark unterstützt“) sowie seine Mannschaft und sein Staffteam. „Meine Gedanken sind bereits bei Freitag“ (wenn der VfL zum schweren Auswärtsspiel nach Energie Cottbus muss) „und ich mache mir dafür personelle Sorgen“.

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