
VfL SparkassenStars Bochum vs. SBB Börde Baskets
(c) Sebastian Sendlak
Die VfL SparkassenStars Bochum verlieren ihr Heimspiel in der Rundsporthalle gegen die SBB Börde Baskets aus Wolmirstedt knapp mit 73:76. Eine Aufholjagd im letzten Viertel bleibt unbelohnt.
Am sechsten Spieltag der Barmer 2. Basketball Bundesliga Pro A empfangen die VfL SparkassenStars Bochum die SBB Börde Baskets aus Wolmirstedt in der heimischen Rundsporthalle. In der Begegnung verlieren die Gastgeber nach einer intensiven Schlussphase mit 73:76 (27:19, 13:17, 12:24, 21:16). Dabei muss das Bochumer Team neben dem verletzten Tommy Kamarad auch auf Pablo Estelle und Dyami Janeck verzichten. Conrad Klotz und David Pisic kämpfen ebenfalls mit Blessuren, stehen aber im Aufgebot. Das Trainerteam schickt eine Starting Five aus Kapitän Niklas Geske, Ja’Monta Black, Jaylen Wesley, Neil Masnic und Kilian Dietz auf das Parkett.
Starker Beginn der SparkassenStars in der Bochumer Rundsporthalle
Die Partie startet schwungvoll und Flügelspieler Jaylen Wesley trifft direkt zwei Sprungwürfe zum 5:0 in der ersten Minute. Wolmirstedt antwortet umgehend und übernimmt durch einen Dreier von Martin Bogdanov in der sechsten Minute beim Stand von 9:10 die erste Führung. Danach erhöhen die Bochumer das Tempo und kommen über die Flügelzange aus Gabriel Kuku und Jaylen Wesley zu leichten Punkten am Korb. Bis zum Ende des ersten Viertels erspielen sich die Hausherren in der gut besuchten Rundsporthalle beim 27:19 einen Vorsprung von acht Punkten.
Im zweiten Abschnitt behaupten die SparkassenStars zunächst die Führung, doch die Gäste kämpfen sich über ihre körperliche Vereidigung und schnelle Fastbreaks bis zur 16. Minute auf 36:32 heran. Bei den Börde Baskets feiern John Bryant und Jordan Davis ihr Debüt, während Martin Bogdanov die Gäste am Ende mit 28 Punkten, acht Rebounds und sieben Vorlagen anführt. Auf Bochumer Seite lenkt Kapitän Niklas Geske das Spiel, trifft zwei Distanzwürfe und bereitet bis zur Pause sieben Körbe seiner Mitspieler vor. Mit einer knappen 40:36-Führung geht die Mannschaft von Headcoach Alvaro Paredes in die Kabine.
SBB Börde Baskets drehen das Spiel in der Pro A nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel erwischen die Gäste den besseren Start, erspielen sich freie Würfe von außen und gehen in der 26. Minute mit 51:54 in Front. Die Bochumer wirken von der intensiveren Verteidigung des Gegners überrascht und verlieren durch Ballverluste zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Da auch die Würfe aus der Distanz ihr Ziel verfehlen, geht es mit einem 52:60-Rückstand in den Schlussabschnitt. Auch zu Beginn des letzten Viertels punkten vor allem die Börde Baskets an der Freiwurflinie sowie in der Zone und bauen den Vorsprung bis zur 35. Minute auf 52:67 aus.
Angetrieben vom heimischen Publikum leitet Gabriel Kuku mit zwei Zügen zum Korb die Schlussoffensive der Blau-Weißen ein. Als Niklas Geske in der 37. Minute einen Stepback-Dreier inklusive Bonusfreiwurf zum 63:67 verwandelt, ist die Partie wieder offen. Zwar ziehen die Gäste zwei Minuten vor Schluss noch einmal auf sieben Zähler davon, doch der US-Amerikaner Ja’Monta Black verkürzt mit zwei Dreiern in Folge auf 73:74. Nach taktischen Fouls der Bochumer erhöhen die Gäste von der Linie auf drei Punkte Vorsprung, ehe der letzte Ausgleichsversuch von David Pisic bei vier Sekunden Restspielzeit vom Ring zurück aufs Feld springt.
Stimmen zum Heimspiel in Bochum und Ausblick auf Bayreuth
Trotz der 73:76-Niederlage teilen sich Gabriel Kuku, Niklas Geske und Ja’Monta Black mit jeweils 14 Zählern die Rolle der besten Bochumer Werfer, gefolgt von Jaylen Wesley mit 13 Punkten. Headcoach Alvaro Paredes erklärt nach dem Spiel, dass die Spieler ihr Maximum gegeben hätten, man in der Schlussphase jedoch mehrere fragliche Entscheidungen habe hinnehmen müssen. „Aus solchen Erfahrungen müssen wir lernen und ich bin mir sicher, dass die Mannschaft durch sowas, nur noch stärker wird.“ Auch Geschäftsführer Tobias Steinert betont, dass ein Rückstand von 15 Punkten das Team nicht zurückgeworfen habe. „Ich bin stolz auf diese kämpferische Leistung des Teams.“
Auf der Gegenseite lobt SBB-Cheftrainer Achmadschah Zazai den Bochumer Auftritt und gibt zu Protokoll, dass die Gastgeber seiner Mannschaft mit einem guten Plan das Leben schwer gemacht hätten. „Wir hatten hart zu kämpfen, aber am Ende sind wir froh, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben.“ Gästekapitän Dennis Nawrocki ergänzt, dass seine Mannschaft immer an sich geglaubt habe. „In Bochum zu spielen ist immer eklig.“ Für die SparkassenStars geht es am Freitag, den 30.10.2026, mit dem Auswärtsspiel in Bayreuth weiter, wo die Partie gegen um 19:00 Uhr in der Oberfranken-Halle beginnt und live auf Sporteurope.Tv gestreamt wird.
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(C) Sebastian Sendlak
