
Bochum-Wolfsburg
(c) Sebastian Sendlak
„Ihr habt gekämpft, wir haben es gesehen“, sang die Ostkurve nach dem 1:1‑Unentschieden zwischen dem VfL Bochum und dem VfL Wolfsburg beim Flutlichtspiel am heutigen Abend im Ruhrstadion (21.515 Zuschauer). Das Team von Chefcoach Uwe Rösler zeigte dabei die bisher beste Heimspielleistung, hatte aber am Ende auch Glück, dass das Last-Minute-Tor von Kento Shiogai wegen Handspiels zurückgenommen wurde (90 +4 Minute).
VfL – Chefcoach Uwe Rösler hat gegenüber der 0:2 – Niederlage in Kaiserslautern nur eine Veränderung in der Startelf vorgenommen: Berkan Taz ersetzt Christian Rasmussen. Der VfL Wolfsburg, aktuell Tabellendritter, kam mit dem Rückenwind von drei Siegen ins Ruhrstadion, die Gäste mussten zuletzt drei Niederlagen in Folge hinnehmen.
Blitzstart für die Gäste: In der 2. Minute nutzte Fabian Resse ein Abstimmungsproblem in der Bochumer Abwehr und überwand mit einem sehenswerten „Sonntagsschuss“ Timo Horn aus der Ferne. Auf der Gegenseite verpasste Mats Pannewig die schnelle Reaktion und traf nur das Außennetz (4. Minute), ebenso wie Koji Myoshi (7. Minute). Bochum hielt die Köpfe oben und kämpfte, hatte aber immer wieder Probleme, wenn die Wolfsburger schnell anliefen (Mehmet Damar, 12. Minute und Olaf Bernhardsson, 13. Minute). Trotz des frühen Nackenschlags unterstützte die Ostkurve ihre Mannschaft lautstark, an dessen Einsatz und Willen – wie von Uwe Rösler gefordert – heute kein Zweifel zu erkennen war. So bei den Chancen von Erkan Taz (22. Minute, nach guter Vorarbeit des umtriebigen Koji Myoshi), Gerrit Holtmann (24. Minute), wieder Erkan Taz (27. Minute) und Gerrit Holtmann (34. Minute). Der Ausgleich wäre wegen des Chancenplus des VfL verdient gewesen, trotzdem ging es mit dem 0:1 – Rückstand für die Hausherren in die Halbzeitpause.
Wolfsburg führt zur Halbzeit
Nach Doppelwechsel Wolfsburg (66. Minute) wechselte auch Bochum doppelt (73. Minute): Für die umtriebigen Erkan Taz und Koji Myoshi kamen Christian Rasmussen und Jarne Steuckers ins Spiel, in dem weiterhin die Hausherren die besseren Chancen hatten (Jarne Steuckers, 75. Minute). Das Unentschieden war verdient, insbesondere da die favorisierten Gäste zwar individuell überlegen, aber als Kollektiv zu wenig Druck auf die Hausherren ausübten und nur selten zu guten Chancen kamen (Freistoß Maximilian Arnold 82. Minute). In der Schlussphase wechselte Uwe Rösler erneut doppelt: Für Philipp Hofmann und Gerrit Holtmann kamen Daniel Hanslik und Mansour Ouro-Tagba ins Spiel (83. Minute). Am Ende drehten die Gäste noch mal auf und an der Castropoper Straße begann das große Zittern. Das vermeintliche Siegtor für Shiogai Kento (90+4) wurde von Schiedsrichter Eric Weisbach – nach VAR – Einsatz – wegen Handspiel zurückgenommen. So blieb es beim verdienten 1:1 vor 21.515 Zuschauern in der Baustelle Ruhrstadion, die am Ende die Mannschaft vor der Ostkurve feierte.
Röser: „Ich muss mich bei der Mannschaft und den Fans bedanken“
„Das Spiel hat maximal unglücklich für uns begonnen. Die Mannschaft hat aber eine positive Reaktion und Geschlossenheit gezeigt. Wir hatten heute 19 Torschüsse, von denen aber nur 5 Schüsse aufs Tor gingen. Daher müssen wir weiter an unserer Effizienz arbeiten.“ Auf Bochum-Journal-Anfrage sagte der VfL – Chefcoach: „Ich muss mich bei der Mannschaft und den Fans bedanken. Das war heute ein richtig guter Zusammenhalt. Den Leuten hat gefallen, was wir gezeigt haben, da wir den Worten Taten haben folgen lassen. Die Ostkurve und die Fans haben uns unterstützt und gepusht, auch nach dem 0:1. Gut, dass wir den Fans heute einen Punkt schenken konnten.“
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