
Die Kolleginnen und Kollegen der Dir. Verkehr im Einsatz am Ruhr Park
(c) Polizei Bochum
Bei einem kombinierten Kontroll- und Präventionseinsatz überprüften die Einsatzkräfte 75 Personen. Neben Verwarnungen wegen Handynutzung und Abbiegefehlern folgten vier Strafanzeigen gegen E-Scooter-Fahrer ohne Pflichtversicherung.
Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit nimmt die Direktion Verkehr des Polizeipräsidiums Bochum das Verhalten auf Straßen und Radwegen verstärkt ins Visier. Anlässlich des diesjährigen Saisonabschlusses für den Radverkehr bezogen Beamtinnen und Beamte am Freitag, 23. Oktober 2026, am Westfield Ruhr Park Stellung. Der Einsatz verfolgte eine Doppelstrategie aus verkehrserzieherischer Aufklärung und konsequenter Verfolgung von Fehlverhalten aller Verkehrsteilnehmenden.
Bürgergespräche und gezielte Sicherheitsratschläge
Im Rahmen des präventiven Ansatzes suchten die Ordnungshüter gezielt das direkte Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern. Vor allem Nutzerinnen und Nutzer von Fahrrädern und Pedelecs wurden für die spezifischen Gefahren im dichten Straßenverkehr sensibilisiert.
Die Einsatzkräfte gaben praktische Ratschläge für verkehrssicheres Verhalten, wiesen auf die Bedeutung von Beleuchtung sowie Schutzausrüstung hin und erläuterten typische Risikokonstellationen bei herbstlicher Witterung.
Fast jeder zweite Kontrollierte verstieß gegen Regeln
Parallel zur Beratung führte die Polizei umfangreiche Kontrollen durch. Das Ergebnis zeigt deutlichen Nachbesserungsbedarf bei der Regeltreue: Von 75 angehaltenen Verkehrsteilnehmern begingen 35 Personen einen festgestellten Verkehrsverstoß.
Die Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitenverfahren betrafen das gesamte Spektrum von Radlern über Pkw-Führende bis hin zu E-Scooter-Nutzern. Zu den häufigsten Vergehen zählten die verbotene Nutzung des Smartphones während der Fahrt sowie gefährliche Vorfahrts- und Abbiegefehler.
Noch gravierender wogen die Verfehlungen bei vier E-Scooter-Fahrern: Da ihre Gefährte über keinen gültigen Versicherungsschutz verfügten, fertigten die Beamten vier gesonderte Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Die Polizei kündigte an, dass Kontrollen dieser Art auch über das Ende der warmen Jahreszeit hinaus fester Bestandteil des Dienstalltags bleiben. Angesichts von Nebel, Nässe und früher Dunkelheit im Spätherbst und Winter werden die Überwachungsmaßnahmen im gesamten Zuständigkeitsbereich – in Bochum, Herne und Witten – in den kommenden Wochen fortgesetzt.
