
Eröffnung des Spielplatzes „Phönixnest“
(c) Lutz Leitmann/Stadt Bochum
Die Stadt Bochum hat eine weichenstellende Förderzusage für die nachhaltige Weiterentwicklung Wattenscheids erhalten: Im Rahmen der Städtebauförderung wurde die neue Gesamtmaßnahme „Wattenscheid II“ offiziell bewilligt. Damit fließen in den kommenden Jahren insgesamt 16,189 Millionen Euro an Fördermitteln in den Stadtbezirk. Den Auftakt markiert ein erster Zuwendungsbescheid über rund 1,26 Millionen Euro, der die sofortige schrittweise Umsetzung zentraler städtebaulicher Vorhaben zur Belebung der Innenstadt und der umliegenden Quartiere absichert.
Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke unterstreicht die enorme Tragweite dieser Bewilligung. Es handele sich nicht lediglich um die Freigabe einzelner punktueller Maßnahmen, sondern um eine langfristige strategische Entwicklungsperspektive, die der gesamten Stadtteilerneuerung nachhaltigen Rückenwind verleihe. Im Zentrum der Planungen stehen massive Investitionen in die Aufwertung öffentlicher Räume, mehr Aufenthaltsqualität und die Wiederbelebung des innerstädtischen Zentrums.
August-Bebel-Platz, Monte Schlacko und Stadtgarten im Fokus
Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm ist nun auch die Neugestaltung des August-Bebel-Platzes als Wattenscheids zentralem Marktplatz und Knotenpunkt verlässlich abgesichert. Das Vorhaben gilt als Schlüsselprojekt, um die urbane Mitte architektonisch wie funktional fit für die Zukunft zu machen. Darüber hinaus umfasst das Maßnahmenpaket die Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets „Monte Schlacko“ sowie die städtebauliche und landschaftsarchitektonische Aufwertung des südlichen Entrees zum Stadtgarten.
Neben den großen baulichen Eingriffen setzt die Verwaltung auf die Fortführung etablierter Quartiersstrukturen. Das Stadtteilmanagement bleibt als zentrale Schnittstelle für die Bürgerschaft, Gewerbetreibende und Immobilieneigentümer bestehen, um Beteiligungsprozesse direkt vor Ort zu moderieren und Vernetzungsarbeit zu leisten.
Sanierungszuschüsse für Eigentümer und Mittel für Vereine
Auch das bewährte Hof- und Fassadenprogramm erfährt eine nahtlose Fortsetzung. Private Eigentümerinnen und Eigentümer können sich weiterhin finanzielle Zuschüsse für optische Sanierungen von Häuserfronten, Innenhöfen und Freiflächen sichern, flankiert durch die Fachberatung der städtischen Stadtteilarchitektin.
Zusätzlich garantiert der neu bewilligte Finanzrahmen den Erhalt des beliebten Verfügungsfonds. Lokale Vereine, Nachbarschaftsinitiativen und Händler können hieraus auch künftig unbürokratische Fördermittel für kleinere Mitmach-Aktionen und Nachbarschaftsprojekte beantragen, um das bürgerschaftliche Miteinander im Stadtteil zu beleben. Mit „Wattenscheid II“ knüpft die Stadt nahtlos an die bisherigen Erfolge des Strukturwandels im westlichen Bochumer Bezirk an.
