Beitrag: 70 Jahre Einsatz für Krebspatienten
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(c) Melanie Garbas / KBS

ARGE Krebs feiert Jubiläum mit Fachsymposium im Lichthof der Knappschaft-Bahn-See

Ein Meilenstein für die onkologische Nachsorge in Nordrhein-Westfalen: Die Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung (ARGE Krebs) hat am Freitag ihr 70-jähriges Bestehen mit einem hochkarätig besetzten Fachsymposium in Bochum begangen. Im Lichthof der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an der Pieperstraße diskutierten führende Persönlichkeiten aus Politik, Medizin und Sozialversicherung über die Zukunft einer ganzheitlichen Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten.

Die im Jahr 1956 gegründete und fest im Sozialgesetzbuch verankerte Einrichtung organisiert im Auftrag der Träger der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung die onkologische Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen. Ihr zentrales Ziel besteht seit sieben Jahrzehnten darin, Betroffene nach der akuten medizinischen Behandlung wieder im Alltag zu verankern und neue Lebensperspektiven zu eröffnen.

Prominente Expertenrunde und Podiumsdiskussion mit „Doc Esser“

Zu den Gästen des Symposiums zählten neben NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auch Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin und Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln. In einer Podiumsdiskussion, die von dem bekannten WDR-Arzt und Moderator Heinz-Wilhelm Esser („Doc Esser“) geleitet wurde, debattierten Laumann und Hallek gemeinsam mit dem ARGE-Krebs-Vorstandsvorsitzenden Thomas Keck über die Chancen und Hürden einer integrierten Krebsversorgung im Spannungsfeld von wissenschaftlichem Fortschritt und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hob in seiner Würdigung hervor, dass die ARGE Krebs mit ihrer bundesweit einzigartigen Struktur seit sieben Jahrzehnten einen unverzichtbaren Unterschied für Betroffene sowie deren Angehörige mache und beispielhaft für gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung stehe. Andreas Gülker, Geschäftsführer der gastgebenden Knappschaft-Bahn-See und Vorstandsmitglied der ARGE Krebs, bezeichnete die Institution als tragende Säule im Leistungsspektrum der Sozialversicherung, um Versicherten nach schweren Schicksalsschlägen neuen Lebensmut zu vermitteln.

Auch Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat übermittelte anerkennende Worte und betonte, dass die Verbindung aus Fachkompetenz, Menschlichkeit und Solidarität die Betroffenen weit über die Therapie hinaus stärke. Dass dieser traditionsreiche Verbund sein 70. Jubiläum in der Stadt begehe, festige zudem Bochums Renommee als exzellenter Gesundheitsstandort.

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