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Feste Größe in der bundesweiten Digital-Elite: Trotz engerem Spitzenfeld sichert sich Bochum im aktuellen Bitkom-Ranking Platz 8 und klettert im Bereich IT und Kommunikation auf Rang 4.
Bochum zählt auch 2026 zu den zehn digitalsten Großstädten Deutschlands. Im neu veröffentlichten Smart City Index des Digitalverbands Bitkom verteidigt die Ruhrmetropole ihre Position in der nationalen Spitzengruppe. Mit einer Gesamtbewertung von 87,2 Punkten bewegt sich Bochum nahezu exakt auf dem Niveau des starken Vorjahreswertes von 87,4 Punkten. Weil die Konkurrenz unter den deutschen Metropolen jedoch spürbar aufgeholt hat und es innerhalb der vorderen Ränge zu deutlichen Verschiebungen kam, rutscht die Stadt im Gesamtklassement leicht von Rang 5 auf Platz 8 ab.
Für Oberbürgermeister Jörg Lukat belegt das Ergebnis, dass sich Bochum dauerhaft in der Führungsriege etabliert hat. Lukat hob hervor, dass hinter diesem Erfolg eine geschlossene Gemeinschaftsleistung von städtischer Verwaltung und kommunalen Tochtergesellschaften stehe. Gleichzeitig betonte das Stadtoberhaupt, dass Tabellenplätze nicht das alleinige Maß aller Dinge seien: Ziel bleibe es, dass die Digitalisierung spürbare Erleichterungen für die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringe und die Zukunftsfähigkeit sowie Lebensqualität der Stadt steigere.
Sprung nach vorn bei IT und Kommunikation
Besonders deutliche Fortschritte verzeichnet Bochum im Teilbereich IT und Kommunikation. Mit 88,9 Punkten kletterte die Stadt im Vergleich zum Vorjahr um drei Ränge nach oben und belegt bundesweit einen hervorragenden 4. Platz. Auch in den Bewertungsfeldern Verwaltung mit Rang 8 sowie Gesellschaft und Bildung mit Rang 9 rangiert Bochum weiterhin stabil unter den zehn leistungsfähigsten Kommunen des Bundesgebiets.
Als wesentlicher Motor für den digitalen Ausbau erwies sich in den vergangenen Jahren die Bundesförderung im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“. Nach Angaben von Chief Digital Officer Denes Kücük zahle sich vor allem der Ansatz aus, den digitalen Wandel als bereichsübergreifende Gemeinschaftsaufgabe zu begreifen. Mit dem schrittweisen Auslaufen der Bundesförderung gehe es nun vorrangig darum, die erprobten Insellösungen in dauerhafte, verlässliche Strukturen für das gesamte Stadtgebiet zu überführen.
Umfassende Analyse aller 83 deutschen Großstädte
Der Bitkom Smart City Index erschien 2026 bereits in seiner achten Auflage. Das renommierte Vergleichsportal nimmt die Digitalisierungsbemühungen sämtlicher 83 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern unter die Lupe. Das Modell stützt sich auf fünf zentrale Themenfelder: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.
Für das diesjährige Ranking wurden 14.442 Datenpunkte erhoben und anhand von 39 Indikatoren sowie 174 Einzelparametern geprüft. In die Bewertung flossen praxisnahe Kriterien wie der Reifegrad digitaler Bürgerdienste, kommunale Online-Services, Fortschritte bei der digitalen Wärmeplanung, die Dichte von Sharing-Angeboten, die lokale Breitbandabdeckung sowie Schulungsinitiativen zur Stärkung digitaler Alltagskompetenzen ein.
