Beitrag: Tragischer Ausgang nach Tierrettung: Pferd verstirbt an der Engelsburger Straße
571_BOCSTR20220430_-28

Feuerwehr Bochum (c) Sebastian Sendlak

Trotz des schnellen Eingreifens von Feuerwehr, Ersthelfern und einer Tierärztin konnte ein verunglücktes Tier im Stadtteil Wattenscheid-Heide nicht mehr gerettet werden.

Ein tierischer Notfall hat am Dienstagmorgen, den 30. Juni 2026, zu einem emotionalen und letztlich tragischen Einsatz der Rettungskräfte im Bochumer Westen geführt. Um 08:40 Uhr ging in der Leitstelle der Feuerwehr Bochum ein dringender Hilferuf ein: Ein Pferd war auf einem Feldgelände an der Engelsburger Straße 7 mit einem Bein tief in ein Erdloch geraten und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Die Feuerwehr rückte daraufhin umgehend mit Spezialkräften zur Tierrettung an den Unglücksort aus.

Ersthelfer graben mit Schaufeln – Vitalzeichen bereits schwach

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich den Rettern eine dramatische Lage: Das Pferd war mit einem seiner Hinterbeine so unglücklich im Erdreich eingeklemmt, dass es die Balance verloren hatte und bereits kraftlos auf der Seite lag. Die Reiterin, die zum Zeitpunkt des Unfalls mit dem Tier unterwegs gewesen war, hatte Glück im Unglück und blieb körperlich völlig unverletzt.

Anwesende Personen und Passanten bewiesen sofort Zivilcourage. Sie hatten bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte eigenständig Schaufeln organisiert und damit begonnen, das tief festsitzende Hinterbein des Tieres vorsichtig freizugraben. Allerdings zeigte das Pferd zu diesem frühen Zeitpunkt bereits sehr schwache Lebenszeichen. Aufgrund der kritischen Situation wurde unverzüglich eine Tierärztin zur Einsatzstelle gerufen, um das Tier medizinisch zu betreuen und für die anstehende Bergung zu stabilisieren.

Aufwendige Befreiungsaktion mit Wasser und Spaten

Die sechs Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum übernahmen unmittelbar nach ihrem Eintreffen die technische Koordination der Rettungsmaßnahmen. Um das eingeklemmte Bein so schonend und schmerzfrei wie nur möglich aus der Erdfalle zu befreien, wandten die Feuerwehrleute eine bewährte Taktik an: Die extrem verdichtete, umliegende Erde wurde zunächst kontrolliert mit Wasser aufgeweicht, um den Druck auf die Gliedmaße zu nehmen. Im Anschluss gruben die Einsatzkräfte das Hinterbein mit Spaten und Schaufeln Millimeter für Millimeter weiter frei.

Trotz des schnellen und professionellen Zusammenwirkens aller Beteiligten nahm der Einsatz ein trauriges Ende. Der gesundheitliche Zustand des Tieres verschlechterte sich während der laufenden Befreiungsaktion zusehends. Wie die Halterin den Einsatzkräften mitteilte, hatte das Pferd bereits ein hohes Alter erreicht und litt zudem unter einer schweren Herzerkrankung. Die physische und psychische Belastung durch den Unfall war letztlich zu groß: Das Tier verstarb trotz aller intensivmedizinischen Bemühungen der Veterinärmedizinerin noch direkt an der Unfallstelle.

Nachdem feststand, dass dem Tier nicht mehr geholfen werden konnte, wurde der Einsatz der Feuerwehr um 09:23 Uhr offiziell beendet. Der Abtransport des verstorbenen Pferdes wurde im Anschluss an die Rettungsmaßnahmen durch einen dafür zuständigen landwirtschaftlichen Fachbetrieb organisiert. Menschen kamen bei dem gesamten Vorfall nicht zu Schaden.

Auf Social Media teilen