Beitrag: Raubüberfälle und Unfälle am Wochenende
Sturmschäden

Foto Feuerwehr Bochum

Ein ereignisreiches Wochenende forderte die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr im gesamten Bochumer Stadtgebiet massiv.

Die sommerliche Tropenhitze am vergangenen Wochenende hielt die Rettungs- und Sicherheitskräfte in Bochum ununterbrochen in Atem. Zwischen schweren Kriminaldelikten, einem teuren Massenunfall im Nachmittagsverkehr und den Spätfolgen eines nächtlichen Unwetters zeigte sich die Blaulichtbilanz des Samstags und Sonntags außergewöhnlich dicht. Während die Kriminalpolizei nach einem bewaffneten Überfall im Stadtteil Langendreer eine großangelegte Fahndung einleitete, mussten die Beamtinnen und Beamten des Verkehrskommissariats einen kilometerlangen Stau nach einer folgenschweren Massenkarambolage aufarbeiten. Gleichzeitig sorgten Sturmböen in den frühen Morgenstunden des Sonntags für dutzende Gefahrenstellen im gesamten Stadtgebiet.

Bewaffneter Überfall auf Biomarkt und ein geraubtes Schmuckstück

Besonders die Kriminalpolizei steht vor intensiven Ermittlungen. Am Samstagabend kam es gegen 18:50 Uhr zum zweiten Mal innerhalb einer Woche zu einem Raubüberfall auf einen Biomarkt am Birkhuhnweg in Langendreer. Ein bislang unbekannter Mann betrat den dortigen Bäckereibereich, bedrohte zwei Mitarbeiterinnen mit einer Schusswaffe und forderte die Öffnung der Kasse. Der Täter flüchtete anschließend zu Fuß mit der Beute, eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb erfolglos.

Nur zwei Stunden später, gegen 20:40 Uhr, ereignete sich an der U-Bahn-Haltestelle „Klinikstraße“ ein weiteres Delikt. Ein 24-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland rempelte einen 18-jährigen Bochumer unvermittelt an und riss ihm eine Halskette ab. Das leicht verletzte Opfer verfolgte den Räuber jedoch geistesgegenwärtig und alarmierte parallel die Polizei, sodass die herbeigeeilten Einsatzkräfte den Tatverdächtigen noch in der Nähe vorläufig festnehmen konnten.

Massenunfall im Autokorso und Sturmschäden am Sonntag

Auch auf den Straßen kam es zu erheblichen Behinderungen. Im Zuge eines Autokorsos auf der Wattenscheider Straße löste ein plötzliches Bremsmanöver in Höhe der Autobahnauffahrt zur A 40 eine verhängnisvolle Kettenreaktion aus. Insgesamt sieben Fahrzeuge krachten am Samstagnachmittag gegen 14:50 Uhr ineinander. Drei Personen erlitten leichte Verletzungen, drei der teils hochwertigen Wagen waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Das Verkehrskommissariat schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 250.000 Euro; für die aufwendige Unfallaufnahme blieb die Richtungsfahrbahn Bochum für eine eineinhalbstündige Vollsperrung komplett dicht.

In der Nacht zum Sonntag zog gegen 03:18 Uhr zudem ein kurzer, heftiger Sturm über die Stadt. Die Folgen beschäftigten die Feuerwehr Bochum bis weit in den Sonntagnachmittag hinein. Insgesamt registrierte die Leitstelle 42 sturmbedingte Einsätze im Stadtgebiet. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume und schwere Äste, die aus den Baumkronen zu brechen drohten. Im Stadtteil Dahlhausen stürzte ein massiver Baum direkt auf ein Wohnhaus; glücklicherweise wurde bei sämtlichen wetterbedingten Einsätzen niemand verletzt.

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