
(c) Feuerwehr Bochum
Ermittler jagen zwei flüchtige Täter nach einem dreisten Tageseinbruch an der Stresemannstraße. In der Innenstadt forderte ein massiver Heckenbrand am Mittwochnachmittag zwei Verletzte.
Der gestrige Dienstag und der heutige Mittwoch hielten die Bochumer Sicherheits- und Rettungskräfte in Atem. Neben einem dreisten Wohnungseinbruch am hellichten Tag im Stadtteil Wattenscheid mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Mittwochnachmittag zu einem folgenschweren Brand ausrücken, bei dem zwei Personen verletzt wurden. Die Polizei bittet im Fall des Einbruchs dringend um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.
Überrascht im eigenen Heim: Einbrecher flüchten aus Wattenscheider Wohnung
Ein schockierendes Erlebnis musste ein 48-jähriger Bochumer am Dienstagmittag, 23. Juni 2026, in den eigenen vier Wänden durchmachen. Gegen 13:15 Uhr machten sich zwei bislang unbekannte Täter im Bereich der Stresemannstraße an der Wohnungstür eines dortigen Mehrfamilienhauses zu schaffen. Den Kriminellen gelang es, die Tür gewaltsam aufzuhebeln.
Als sie die Räumlichkeiten betraten, standen sie jedoch unvermittelt vor dem anwesenden Mieter. Durch das unerwartete Aufeinandertreffen aufgeschreckt, brachen die Täter ihr Vorhaben sofort ab und traten Hals über Kopf die Flucht in unbekannte Richtung an.
Das Bochumer Kriminalkommissariat 13 hat die Ermittlungen wegen schweren Diebstahls aufgenommen und fahndet mit Hochdruck nach den flüchtigen Männern. Zu einem der beiden Gesuchten liegt eine erste Täterbeschreibung vor:
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Haare: schwarz
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Bekleidung: auffälliges weißes Oberteil, das mit roten Querstreifen versehen ist.
Zeugenaufruf der Polizei: Wer am Dienstagmittag im Bereich der Stresemannstraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf die Identität und den Verbleib der beschriebenen Person geben kann, wird dringend gebeten, sich mit der Kriminalwache unter den Rufnummern 0234 909-4135 oder 0234 909-4441 in Verbindung zu setzen.
Heckenbrand am Garagenhof: Rauchwolke über Bochum fordert zwei Verletzte
Nur einen Tag später, am heutigen Mittwoch, 24. Juni 2026, schrillten die Alarmglocken bei der Bochumer Feuerwehr. Um 14:20 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine massive Rauchentwicklung im Bereich der Deismannstraße. Bereits auf der Anfahrt der Löschzüge aus der Innenstadt und Weitmar wies eine dichte, weithin sichtbare schwarze Rauchsäule den Rettern den Weg.
Vor Ort stellte sich heraus, dass eine rund zehn Meter lange und 2,50 Meter hohe Hecke, die unmittelbar an einen Garagenhof grenzt, in voller Ausdehnung brannte. Vor dem Eintreffen der Retter hatten zwei geistesgegenwärtige Personen bereits eigenständig versucht, die Flammen mit provisorischen Mitteln einzudämmen. Bei diesen Löschversuchen zogen sich beide jedoch leichte Verletzungen zu. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort wurden sie vorsorglich zur weiteren medizinischen Abklärung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.
Atemschutztrupps verhindern Schlimmeres
Die Feuerwehr, die mit insgesamt 15 Einsatzkräften vor Ort war, leitete umgehend einen massiven Löschangriff ein. Zwei Trupps drangen unter schwerem Atemschutz vor und bekämpften die meterhohen Flammen mit zwei Löschrohren. Durch das schnelle Eingreifen konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden, bevor es auf die Fahrzeuge oder die Garagenkonstruktionen übergriff.
Im Anschluss an die Löscharbeiten kontrollierten die Wehrleute die angrenzenden Garagen intensiv mit Wärmebildkameras auf versteckte Glutnester. Da der dichte Brandrauch auch in umliegende Gebäude gezogen war, setzten die Einsatzkräfte Hochleistungslüfter ein, um die verrauchten Bereiche komplett zu entluften. Gegen 15:00 Uhr konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Die Brandursache sowie die Höhe des Sachschadens sind nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
