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Feuerwehr (Symbolbild)
Die anhaltenden Extremtemperaturen im Revier sorgen für eine drastische Zunahme der Notrufe. Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten im Dauereinsatz.
Seit dem 17. Juni hält eine außergewöhnliche Hitzewelle die Stadt Bochum fest im Griff und sorgt seither für eine drastische Mehrbelastung der Rettungs- und Sicherheitskräfte. Die Einsatzzahlen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes nahmen im Verlauf der vergangenen Tage kontinuierlich zu, bis sie ab der vergangenen Woche ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten. Die extreme Wetterlage forderte von den Rettern vollen Einsatz unter erschwerten Bedingungen. Um die medizinische Versorgung im gesamten Stadtgebiet angesichts der vielen hitzebedingten Notrufe lückenlos aufrechtzuerhalten, mussten die Verantwortlichen in enger Kooperation mit den lokalen Hilfsorganisationen zusätzliche Einheiten mobilisieren.
Drastischer Anstieg der medizinischen Notfälle im Stadtgebiet
Die Bilanz des Rettungsdienstes verdeutlicht die akute Belastungssituation während der Hitzetage. Die Helfer mussten täglich zu einer Spanne von etwa 170 bis 205 Einsätzen ausrücken – ein massiver Anstieg im Vergleich zu den sonst üblichen 100 bis 125 täglichen Alarmierungen. Hauptauslöser für dieses stark erhöhte Einsatzaufkommen waren gesundheitliche Beschwerden, die direkt auf die anhaltende Hitze zurückzuführen waren. Zur Bewältigung dieser Krise wurden kurzfristig zusätzliche Rettungswagen (RTW) sowie Krankentransportwagen (KTW) in den Dienst gestellt. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr arbeiteten dabei Hand in Hand mit den ehrenamtlichen Kräften der verschiedenen Hilfsorganisationen.
Spitzenwerte bei Brandeinsätzen und gefährliche Gasalarme
Nicht minder gefordert präsentierte sich die Feuerwehr, die mit einer Vervielfachung ihres normalen Arbeitspensums konfrontiert wurde. Statt der im Durchschnitt üblichen 13 Alarmierungen pro Tag mussten die Brandschützer in der Spitze bis zu 67 Einsätze innerhalb von 24 Stunden bewältigen – viele davon folgenschwer als Paralleleinsätze. Die außergewöhnlichen Wetterbedingungen begünstigten zudem vermehrt Alarme aufgrund gefährlich erhöhter Kohlenmonoxidwerte (CO) in Wohngebäuden. Zusätzlich band ein langanhaltender Großbrand an der Hattinger Straße über Tage hinweg zahlreiche Einheiten und schwächte die personellen Ressourcen für das reguläre Einsatzgeschehen im restlichen Stadtgebiet erheblich.
Um diese beispiellose Lage im Griff zu behalten, war neben der Berufsfeuerwehr auch die gesamte Freiwillige Feuerwehr Bochums ununterbrochen in die Alarmketten eingebunden. Unter extremen Außentemperaturen und einer enormen körperlichen Belastung in ihrer Schutzkleidung agierten die Frauen und Männer vielfach an ihrer absoluten Leistungsgrenze. Die Führung der Feuerwehr Bochum sprach im Zuge der Bilanz allen beteiligten Einsatzkräften sowie den Partnerorganisationen ihren ausdrücklichen Dank für das gezeigte, unermüdliche Engagement aus.
