Beitrag: Auf den Spuren des Emscher-Wandels: Tagestour zum Berne-Park
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(c) Jens Matheuszik/ADFC Bochum

Eine mittelschwere, 68 Kilometer lange Radtour führt vom Wiemelhauser Kirchviertel über die Zeche Zollverein bis nach Bottrop. Radler können den spektakulären Wandel des Reviers vom Sattel aus erleben.

Ein Klassiker für alle Freizeitradler und Pedelec-Fahrer schickt seine Teilnehmer im Juli auf eine ausgedehnte Entdeckungsreise durch das Ruhrgebiet. Die beliebte „Mittwochsrunde“ lädt am Mittwoch, 8. Juli 2026, zu einer geführten Tagestour ein, die Industriegeschichte und grüne Renaturierung perfekt miteinander verknüpft. Das Hauptziel der Route ist der bekannte Berne-Park in Bottrop-Ebel, ein Paradebeispiel für den erfolgreichen Strukturwandel in der Metropole Ruhr.

Die Route im Überblick: Industriekultur im Vorbeiradeln

Die Radtour ist als mittelschwere Tagestour konzipiert und umfasst eine Gesamtlänge von 68 Kilometern. Gefahren wird mit einer moderaten, gemütlichen Reisegeschwindigkeit von 15 bis 18 km/h, sodass die Strecke sowohl mit dem klassischen Alltagsrad als auch mit dem E-Bike (Pedelec) problemlos zu bewältigen ist. Die Wegeführung verläuft fast durchgehend auf asphaltierten Strecken, allerdings müssen sich die Teilnehmenden auf vereinzelte Steigungen im Ruhrgebietstypischen Terrain einstellen.

Startpunkte und Streckenverlauf:

  • Haupttreffpunkt (11:00 Uhr): Kirchviertel, Brenscheder Straße in Bochum-Wiemelhausen.

  • Zweiter Einstieg (ca. 11:30 Uhr): Schlosspark am Schloss Weitmar.

Vom Bochumer Süden aus führt die Strecke die Radgruppe zunächst über Höntrop, Essen-Leithe und Essen-Kray direkt zum UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein. Von dort aus geht es auf gut ausgebauten Radwegen entlang der Emscher zum Etappenziel, dem Berne-Park.

In der ehemaligen Kläranlage wird eine ausgiebige Pause eingelegt. Die parkähnliche Anlage bietet die perfekte Kulisse, um den historischen Wandel der Emscher – von der einstigen „Industriekloake“ des Ruhrgebiets hin zu einem weitgehend renaturierten, lebendigen Fließgewässer – hautnah auf sich wirken zu lassen.

Der Rückweg: Vorbei an Landmarken und über den RS 1

Nach der Rast schlägt die Mittwochsrunde den Rückweg ein, der landschaftlich und architektonisch nicht minder spannend ist. Die Route führt die Radler vorbei an der weithin sichtbaren Halden-Landmarke Tetraeder in Bottrop und über das Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern in Gelsenkirchen.

Durch die Gelsenkirchener Stadtteile Heßler, Feldmark und Ückendorf steuert die Gruppe schließlich den Radschnellweg Ruhr (RS 1) auf Höhe der Wattenscheider Lohrheide an. Über diese asphaltierte Fahrrad-Autobahn geht es schließlich entspannt zurück nach Wiemelhausen zum Ausgangspunkt.

Teilnahme-Infos: Die Tour wird von erfahrenen Guides begleitet. Während die Teilnahme für Vereinsmitglieder komplett kostenfrei ist, werden Nichtmitglieder und spontane Mitfahrer beim Treffpunkt um eine kleine Spende von 3 Euro gebeten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich – pünktliches Erscheinen am Treffpunkt reicht aus.

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