
(c) Kinder- und Jugendring Bochum e.V.
Ein intensives Projektjahr gegen Hass und Ausgrenzung geht zu Ende. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung reichte Oberbürgermeister Jörg Lukat den Wanderpokal an die Heinrich-Böll-Gesamtschule weiter, die die wichtige Arbeit im neuen Schuljahr fortsetzen wird.
Der Einsatz für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander kennt in der Bochumer Schullandschaft keine Pause. Zum Abschluss des Schuljahres 2025/2026 zog der Kinder- und Jugendring Bochum e.V. gemeinsam mit den Beteiligten des Klaus-Steilmann-Berufskollegs eine beeindruckende Bilanz des vergangenen Projektjahres im Zeichen des „Abraham-Pokals“. Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung wurden die vielfältigen Aktionen der Jugendlichen gewürdigt und die Projektpartnerschaft für das anstehende Schuljahr offiziell an die nächste Generation übergeben.
Kochbuch, Antirassismus und Gedenkstättenfahrten: Ein Jahr voller Engagement
Die Schülerinnen und Schüler des Klaus-Steilmann-Berufskollegs haben im vergangenen Schuljahr bewiesen, dass politische Bildung und gesellschaftliche Verantwortung weit über den klassischen Lehrplan hinausgehen. Das Projektjahr war geprägt von einer tiefgehenden, teils emotionalen Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der Geschichte und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Die Meilensteine des Projektjahres am Berufskolleg:
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Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz-Birkenau: Mehrere Klassen besuchten die ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager in Polen. Die Jugendlichen dokumentierten ihre Eindrücke und Erfahrungen filmisch, um sie auch anderen Mitschülern zugänglich zu machen.
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Ausstellung gegen Hate Speech: In einer eigens konzipierten Ausstellung setzten sich die Jugendlichen mit digitalem Hass, Cyberbullying und Diskriminierung im Netz auseinander.
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Interkulturelles Kochen & Stadtrundgänge: Neben der Erstellung eines internationalen Kochbuchs organisierten die Schüler einen interreligiösen Stadtrundgang in Bochum, um den Dialog zwischen den Religionen aktiv zu fördern.
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Themenworkshops: In verschiedenen Modulen setzten sich die Klassen intensiv mit Antisemitismus, Islamfeindlichkeit sowie sexueller Vielfalt auseinander.
Das Engagement endet für die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs jedoch nicht mit dem Schuljahreswechsel: Sie haben bereits offiziell zugesagt, die inhaltliche und gestalterische Ausrichtung der zentralen städtischen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November 2026 zu übernehmen.
Heinrich-Böll-Gesamtschule übernimmt den Staffelstab
Der „Abraham-Pokal“ versteht sich als Wanderpreis und dauerhafter Ansporn für die Bochumer Schulen. Am Ende der Abschlussveranstaltung stand daher die symbolische Weitergabe im Mittelpunkt. Eine Delegation aus Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften der Heinrich-Böll-Gesamtschule nahm die Auszeichnung aus den Händen von Oberbürgermeister Jörg Lukat entgegen.
Damit steht fest: Die Heinrich-Böll-Gesamtschule ist der offizielle neue Projektpartner des Jugendrings für das kommende Schuljahr 2026/2027 und wird die wichtige interkulturelle und antirassistische Arbeit des Projekts im Sinne des interreligiösen Dialogs fortführen.
