
Infoveranstaltung OSTPARK und Wohnquartier Feldmark an der Evangelischen Hochschule am 23.05.2023
(c) Arne Pöhnert
Nach fünf Jahren intensiver Planung entsteht im Bochumer Quartier Feldmark ein modernes Mehrgenerationen-Haus für 39 Personen.
Ein ehrgeiziges und zukunftsweisendes Wohnprojekt im Bochumer OSTPARK biegt auf die Zielgerade ein. Nach fünf Jahren intensiver Planung, unzähligen Gesprächen und vielen gemeinschaftlichen Entscheidungen hat die Wohnprojektgruppe „hejmo“ mit der feierlichen Grundsteinlegung den offiziellen Baustart ihres Mehrgenerationen-Hauses gefeiert. Bereits im März startete die 39-köpfige Projektgemeinschaft mit den ersten Bauarbeiten für das fünfgeschossige Gebäude. Am Rande des Quartiers Feldmark entsteht mit direktem Blick ins Grüne ein gemeinsames Heim, in dem Menschen aller Altersstufen und in den unterschiedlichsten familiären Verhältnissen ein neues Zuhause finden werden.
Eine gemeinsame Vision wird zum konkreten Ort des Miteinanders
Das bürgerschaftliche Engagement der Gruppe stößt auch in der Kommunalpolitik auf große Anerkennung. Bochums Bürgermeisterin Martina Schnell würdigte den unermüdlichen Einsatz der Beteiligten im Rahmen der Feierstunde. Sie erklärte, die Wohnprojektgruppe habe in den vergangenen fünf Jahren eindrucksvoll gezeigt, was bürgerschaftliches Engagement und gemeinschaftliches Handeln bewirken könnten. Mit dem Baustart werde aus einer gemeinsamen Vision nun ein konkreter Ort des Miteinanders, der das Quartier Feldmark nachhaltig bereichern werde. Um das Großprojekt finanziell und rechtlich überhaupt stemmen zu können, haben sich die engagierten Zukunftsbewohner zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammengeschlossen.
Energieeffizienz und ganzheitlicher Fokus auf die Gemeinschaft
Das neue Wohngebäude setzt auch ökologische Maßstäbe: Es wird als energieeffizientes Gebäude nach dem modernen NH-40-Standard errichtet. Eine umfassende Dach- und Fassadenbegrünung sowie eine leistungsstarke Photovoltaikanlage sind fester Bestandteil der Architektur. Insgesamt entstehen in dem Fünfgeschosser 18 Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 55 und 150 Quadratmetern. Dass das Konzept den Nerv der Zeit trifft, zeigt die Nachfrage: Mittlerweile ist auch die letzte noch verfügbare Wohnung fest reserviert, sodass alle Einheiten ihre künftigen Eigentümer gefunden haben. Die Gruppe setzt sich aktuell aus 30 Erwachsenen im Alter zwischen Mitte 30 und Anfang 70 sowie neun Kindern zusammen.
Das Konzept von „hejmo“ – was in der Plansprache Esperanto treffend „Heim“ bedeutet – ist ganzheitlich auf ein aktives Miteinander ausgerichtet. Projekt-Mitstreiterin Claudia Seiter betont den partnerschaftlichen Gedanken des Hauses. Sie erklärte, jede Partei habe ihr eigenes Reich und könne selbstverständlich für sich sein. Man wolle aber nicht anonym nebeneinander leben, sondern die Gemeinschaft wieder stärker in den Alltag holen. Dafür sorgen ein 80 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum, eine eigene Wohnung für Gäste, ein großer, begrünter Innenhof mit Spielplatz, ein Gemüse- und Kräutergarten sowie eine Fahrradgarage. Der Weg bis hierher sei lang und nicht immer einfach gewesen, aber der Zusammenhalt habe sich ausgezahlt, so Seiter. Ein Jahr Geduld ist nun noch gefragt: Im Sommer 2027 soll das Haus bezugsfertig sein.
