
Eröffnung der Nachhaltigkeitszentrale
Foto: Sebastian Sendlak
Schulen und Kitas in Bochum können ab sofort unkompliziert finanzielle Zuschüsse für kreative Projekte zum Fairen Handel beantragen.
Die bundesweit größte Aktionswoche zum Fairen Handel wirft ihre Schatten voraus: Vom 11. bis zum 25. September findet auch in diesem Jahr die etablierte „Faire Woche“ statt. Um dieses wichtige Ereignis auf lokaler Ebene im schulischen Alltag zu verankern, macht es die Stadt Bochum den Bildungseinrichtungen diesmal besonders leicht, sich aktiv einzubringen. Schulen und Kindertagesstätten im gesamten Stadtgebiet können ab sofort finanzielle Zuschüsse von bis zu 100 Euro für eigene, kreative Projekte beantragen. Der gesamte Bewerbungsprozess wurde im Vergleich zu den Vorjahren radikal vereinfacht, um bürokratische Hürden abzubauen und eine schnelle, unkomplizierte Teilnahme zu ermöglichen.
Unbürokratisches Verfahren und längerer Aktionszeitraum
Eine wesentliche Neuerung betrifft den zeitlichen Rahmen der Initiative. Um den Einrichtungen deutlich mehr Spielraum bei der logistischen Planung und der pädagogischen Umsetzung zu bieten, wurde der offizielle Aktionszeitraum merklich ausgeweitet. Die geförderten Projekte müssen sich nicht mehr exakt auf die zwei Kernwochen beschränken, sondern können flexibel den gesamten September über stattfinden. Bewerbungen für die finanzielle Unterstützung sind bis zum 6. September 2026 möglich. Für das Einreichen genügt eine formlose, kurze E-Mail an die zuständige Stelle im Rathaus. Da die Vergabe der Gelder nach dem sogenannten Windhundverfahren erfolgt, wird ein schnelles Einreichen der Anträge dringend empfohlen.
Unter dem diesjährigen offiziellen Motto „Fair Handeln – Vielfalt erleben“ sind der Fantasie der Pädagogen und Kinder keine Grenzen gesetzt. Gefördert werden alle Ansätze, die den Fairen Handel thematisieren und die Heranwachsenden aktiv einbeziehen. Das Spektrum reicht von gemeinsamen, fairen Frühstücken über gezielte Projekttage und Workshops bis hin zu selbst gestalteten Ausstellungen in den Foyers der Einrichtungen. Das übergeordnete Ziel des kommunalen Förderprogramms besteht darin, Kinder und Jugendliche frühzeitig für das Thema globale Gerechtigkeit zu sensibilisieren. Gleichzeitig möchte die Stadt Bochum die lokalen Schulen und Kitas auf ihrem individuellen Weg zur Zertifizierung als offizielle „Fairtrade-School“ oder „FaireKITA“ begleiten.
Nachhaltigkeit als fester Bestandteil der Stadtstrategie
Die Aktion ist keineswegs eine isolierte Maßnahme, sondern fest in ein größeres kommunales Konzept eingebunden. Das Zuschussprogramm ist ein elementarer Bestandteil der offiziellen Bochumer Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die finanzielle und organisatorische Unterstützung der Bildungseinrichtungen leistet die Verwaltung einen konkreten, messbaren Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auf lokaler Ebene. Die „Faire Woche“ lenkt das gesellschaftliche Bewusstsein damit einmal mehr auf faire Produktionsbedingungen, menschenwürdige Arbeit und nachhaltigen Konsum. Alle detaillierten Informationen zu den Förderkriterien sowie den benötigten Angaben für die E-Mail-Bewerbung können auf der städtischen Webseite eingesehen werden.
