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Jahrhunderthalle Bochum
Die Europäische Union ist weit mehr als ein politisches Konstrukt im fernen Brüssel oder Straßburg. Wie tiefgreifend europäische Fördergelder die Strukturen im Ruhrgebiet mitgestalten, können interessierte Bürgerinnen und Bürger im Herbst bei einer geführten Bus-Exkursion durch das Bochumer Stadtgebiet erleben.
Am Freitag, den 16. Oktober 2026, laden die beiden Bochumer Europaabgeordneten Dennis Radtke (CDU/EVP) und Tobias Cremer (SPD/S&D) zur offiziellen „EU-Fördermittel-Tour 2026“ ein. Die dreieinhalbstündige, überparteiliche Informationsfahrt ist für alle Teilnehmenden kostenlos und wird organisatorisch durch das Referat Europa des Regionalverbandes Ruhr (RVR) unterstützt.
Das zentrale Anliegen der beiden EU-Politiker ist es, die oft abstrakt wirkende europäische Gesetzgebung und Budgetierung anhand konkreter Praxisbeispiele vor Ort greifbar zu machen. Ob bei der Integration von Zuwanderten in den Arbeitsmarkt oder der Digitalisierung historischer Baudenkmäler – europäische Zuschüsse fließen kontinuierlich in Bochumer Projekte, um den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in den Regionen zu stärken. Die Tour bietet die Gelegenheit, diese geförderten Stationen zu besichtigen und direkt mit den Abgeordneten ins Gespräch zu kommen.
Vom Platz des Europäischen Versprechens zu den Projektstandorten
Die Fördermitteltour startet um 10:00 Uhr an einem symbolträchtigen Ort: der Christuskirche am Platz des Europäischen Versprechens in der Bochumer Innenstadt. Nach einer offiziellen Begrüßung durch einen Vertreter der Stadt Bochum bricht die Gruppe im Reisebus auf. Bereits während der Fahrt erhalten die Passagiere fundierte Einblicke in die europäische Kohäsionspolitik, die darauf abzielt, strukturelle Unterschiede zwischen den europäischen Regionen abzubauen.
Auf der Route werden zwei exemplarische Leuchtturmprojekte angesteuert:
1. Station: Das Sprach- und Qualifizierungszentrum quaz.ruhr
Dieses Zentrum widmet sich der Bewältigung des akuten Fachkräftemangels durch gezielte Integration. Zugewanderte Menschen werden hier beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt und engmaschig auf ihrem Weg in Ausbildung und feste Beschäftigung begleitet. Das Projekt erfasst individuelle Kompetenzen und schafft handfeste Perspektiven für den Einstieg in den lokalen Arbeitsmarkt. Finanziell ermöglicht wird diese Arbeit durch eine Kofinanzierung aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).
2. Station: Das Innovationsprojekt „Jahrhunderthalle Bochum 4.0“
Im Anschluss führt die Fahrt zur Jahrhunderthalle, dem weltbekannten Wahrzeichen der Industriekultur im Westend. Dort wird das zukunftsweisende Projekt „Jahrhunderthalle Bochum 4.0“ vorgestellt. Mithilfe von Virtual- und Augmented-Reality-Technologien (VR & AR) wird ein innovativer, digitaler und barrierefreier Zugang zur Geschichte der ehemaligen Gaskraftzentrale geschaffen. Das Vorhaben, das Industriekultur unabhängig von Zeit und Ort erlebbar macht, wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Anmeldung und organisatorische Details
Die Tour endet planmäßig gegen 13:30 Uhr wieder an ihrem Ausgangspunkt. Da die Sitzplatzkapazitäten im bereitgestellten Reisebus streng begrenzt sind, ist eine rechtzeitige und verbindliche Online-Anmeldung zwingend erforderlich. Buchungen können ab sofort über das Ticketportal Eventbrite vorgenommen werden.
