Beitrag: Engagement für Inklusion und Zukunft im Süden und Osten
CDA beim VfB Landreerholz

(c) CDA Bochum / Christian Herker

Ob barrierefreier Sport oder neue Wege in der Raumplanung: In Bochum setzen Politik, Kirche und Ehrenamt Akzente für mehr Teilhabe und Lebensqualität. Zwei wegweisende Projekte zeigen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt im Stadtteil konkret gestaltet werden kann.

Gesellschaftliche Verantwortung besitzt viele Gesichter und gedeiht vor allem dort, wo Menschen vor Ort aktiv werden. Dass Inklusion und zukunftsfähige Infrastruktur Hand in Hand gehen müssen, verdeutlichen aktuelle Initiativen im Bochumer Stadtgebiet. Vom sportlichen Engagement im Osten bis hin zu innovativen Raumkonzepten im Süden stehen die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Sowohl das Ehrenamt in den Vereinen als auch die Neugestaltung bestehender Bauwerke leisten hierbei einen unverzichtbaren Beitrag für ein solidarisches Miteinander.

Wie Barrierefreiheit und gelebte Teilhabe im Vereinsalltag gelingen, zeigte sich jüngst beim Besuch der CDA Bochum und der Landesbehindertenbeauftragten Claudia Middendorf beim VfB Langendreerholz (Titelbild). Der Sportverein engagiert sich seit vielen Jahren intensiv für Menschen mit Einschränkungen. Im Zentrum der Gespräche standen neben den inklusiven Sportangeboten auch die täglichen organisatorischen Herausforderungen. Die Initiative belegt eindrucksvoll, dass gegenseitige Wertschätzung im Alltag verankert sein muss, um allen Menschen eine selbstverständliche Teilnahme am Gemeinschaftsleben zu ermöglichen.

Vereinsleben benötigt verlässliche Rahmenbedingungen und Anerkennung

Daniela Arndt, die 1. Kreisvorsitzende der CDA Bochum, lobte den Einsatz vor Ort und betonte, dass der VfB Langendreerholz ein echtes Vorbild für gelebte Inklusion darstelle. Auch Claudia Middendorf hob hervor, dass Gesetze alleine für ein inklusives Miteinander nicht ausreichen, sondern vor allem engagierte Menschen benötigt werden. Dennoch stehen Vereine vor Hürden wie Bürokratie und der Suche nach ehrenamtlichen Kräften. Yannik Theis von der CDU Bochum-Ost sowie CDA-Kreisvorsitzender Christian Herker unterstrichen daher, dass Mut und politische Unterstützung notwendig seien, um solche Herzensprojekte langfristig zu sichern.

Parallel dazu werden auch im Bochumer Süden neue Impulse für Familien und das soziale Zusammenleben gesetzt. In Weitmar steht die historische Kirche „Heilige Familie“ vor einer umfassenden Umgestaltung zu einer modernen, sechsgruppigen Kindertagesstätte. Der SPD-Landtagsabgeordnete Bastian Hartmann informierte sich gemeinsam mit Pfarrer Thomas Köster über das Vorhaben, das ab 2028 Heimat für rund 135 Kinder bieten soll. Durch das architektonische Konzept des Investors Markus Bürger entsteht im Kirchenraum eine helle, atriumanfängliche Lern- und Spielumgebung.

Symbiose aus Denkmalschutz, Bildung und neuem Wohnraum

Bastian Hartmann bezeichnete die Umnutzung der Heimkehrer-Dankeskirche als ein bedeutendes Leuchtturmprojekt für die Region. Durch den Ausbau werden dringend benötigte U3-Betreuungsplätze geschaffen, während die historische Substanz des Gebäudes gewahrt bleibt. Die Pfarrei St. Franziskus stellt zudem sicher, dass die Krypta weiterhin als Mahnmal und Gottesdienststätte erhalten bleibt. Ein künftig barrierefreier Zugang stellt sicher, dass dieser geschichtsträchtige Erinnerungsort für alle Menschen im Stadtteil erreichbar bleibt.

Ergänzt wird das Vorhaben durch geplante Wohnbauprojekte auf den angrenzenden Flächen, wo rund 50 bis 60 neue Wohneinheiten entstehen sollen. Das Gesamtprojekt verbindet die Anforderungen von Denkmalschutz, frühkindlicher Bildung und urbanem Wohnen auf beispielhafte Weise. Sowohl die sportliche Inklusionsarbeit in Langendreerholz als auch die bauliche Neuausrichtung in Weitmar verdeutlichen, wie Bochum seine Zukunftsaufgaben mit lokalem Engagement und klaren Konzepten anpackt.

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