Beitrag: Über 400 Gäste in Wattenscheid: Dennis Radtke macht Europa zur Chefsache
CDU Polit-Prominenz beim „Europafest unterm Förderturm“ in Wattenscheid: Dennis Radtke (MdEP), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Günther H. Oettinger (Ehemaliger Kommissar für Energie der Europäischen Union)

(c) Sebastian Sendlak

Spitzentreffen unter dem Förderturm: Hendrik Wüst und Günther Oettinger debattieren beim fünften Europafest auf Zeche Holland über 75 Jahre Friedensprojekt und die Zukunft der EU.

Unter der markanten Silhouette der ehemaligen Zeche Holland in Bochum-Wattenscheid stand am Freitagabend, 4. September 2026, die Zukunft der Europäischen Union im Zentrum. Zum fünften Mal lud der CDU-Europaabgeordnete für das Ruhrgebiet, Dennis Radtke (EVP-Fraktion), zu seinem traditionellen Europafest in den Biergarten des „Kumpeltreffs by Knepper Management“ ein. Mehr als 400 Gäste aus Politik, Industrie, Gewerkschaften, Verbänden, Wissenschaft und Kultur trotzten den stürmischen Regenschauern im Vorfeld und füllten das Gelände. Durch das hochkarätig besetzte Programm führte die CDU-Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoglu, während der renommierte Ruhrkohle-Chor und Helmut Bödeker an der Drehorgel für Ruhrgebiets-Flair sorgten.

Oettinger und Radtke: Transformation mit sozialem Netz gestalten

Kernstück des Abends war ein ausführliches Sommergespräch zwischen Dennis Radtke und dem ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten und früheren EU-Kommissar Günther H. Oettinger. Im Fokus standen die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas, der soziale Zusammenhalt sowie die geopolitische Handlungsfähigkeit in einer zunehmend fragilen Weltlage. Radtke mahnte an, dass die EU agieren statt nur reagieren müsse: Europa dürfe nicht bloß Krisen verwalten, sondern müsse seine Werte, Interessen und wirtschaftliche Stärke selbstbewusst verteidigen.

Dabei zog der Bochumer Europaabgeordnete Parallelen zu den strukturellen Umbrüchen der Region. Das Ruhrgebiet wisse aus eigener Geschichte ganz genau, was Transformation für ganze Industriezweige und Arbeitsplätze bedeute. Europa müsse den Wandel so organisieren, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf diesem Weg sozial abgesichert bleiben und konkrete Antworten auf Alltagsfragen von Wohlstand bis Klimaschutz erhalten.

Hendrik Wüst bekräftigt: „NRW ist europäisches Kernland“

Am späteren Abend richtete sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender Hendrik Wüst mit einer Rede an die Festgesellschaft. Er hob die unverzichtbare Rolle Nordrhein-Westfalens als Motor und Herzkammer des vereinten Europas hervor. Radtke bekräftigte diesen Anspruch und unterstrich, dass Wirtschaft und Zukunft des bevölkerungsreichsten Bundeslandes untrennbar mit dem europäischen Projekt verknüpft seien. Dieses Fundament dürfe man keinesfalls Kräften überlassen, die nationale Gräben aufreißen und neue Grenzen errichten wollen.

Der historische Ort verlieh der Botschaft zusätzliche Wucht: Genau 75 Jahre nach der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) erinnerte die Veranstaltung an die Wurzeln des Kontinents. Dass aus einstigen Kriegsmaterialien wie Montangütern das Fundament eines dauerhaften Friedensbundes erwuchs, bleibe eine politische Jahrhundertleistung. Radtke zog ein positives Resümee des Abends: Das Ruhrgebiet beweise seit Generationen, wie aus Gegensätzen neue Gemeinsamkeiten wachsen – ein Leitgedanke, der für ganz Europa gelte.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Auf Social Media teilen