
Jens Vieting stellt Andreas Pamp als neuen Amtsleiter für Soziales vor.
(c) Sebastian Sendlak
Seit Mitte Mai lenkt Andreas Pamp die Geschicke des Sozialamtes der Stadt Bochum. Der gebürtige Bochumer bringt langjährige Erfahrung aus anderen Kommunen mit und will neue Impulse setzen.
Nach einer neunmonatigen Vakanz konnte die Stadt Bochum die Position an der Spitze des Sozialamtes neu besetzen. Der 54-jährige Andreas Pamp, der bereits zu Beginn seiner Laufbahn für die Stadt tätig war, kehrte nach Stationen in Köln und Krefeld in seine Heimatstadt zurück. Sozialdezernent Jens Vieting bekräftigte bei der Vorstellung, dass man mit Pamp eine erfahrene Führungskraft gewonnen habe, die sowohl fachliche Expertise als auch strategischen Weitblick mitbringe. Der neue Amtsleiter stellt sich nun den sozialen Herausforderungen, um die Verwaltung zukunftsfähig zu gestalten.
Digitalisierung und Bürgernähe im Sozialamt Bochum
Ein zentrales Anliegen des neuen Leiters beim Amt für Soziales, Andreas Pamp, ist die digitale Transformation innerhalb der Behörde. Prozesse sollen für Bürger und Mitarbeiter vereinfacht werden. Dabei setzt der 54-Jährige auf gezielte Verbesserungen in den Fachbereichen, wie etwa beim Wohngeld, wo eine KI-Lösung die Bearbeitung effizienter gestalten soll. Dabei verliert der neue Amtsleiter aber keineswegs die menschliche Komponente aus den Augen. Er bekräftigt, dass dies „nur gemeinsam im Netzwerk mit den Partnerinnen und Partnern und unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen ist“.
Zusätzlich zur Digitalisierung fokussiert sich die Behörde auf die Stärkung der Bochumer Quartiere, um Hilfsangebote direkt zu den Menschen zu bringen. Das Amt möchte dabei als moderner Dienstleister auftreten, der nicht von den Bürgern den Gang zum Amt erwartet, sondern aktiv in die Stadtteile hineinwirkt. Laut Jens Vieting, der das Amt bis September 2025 geführt hat und nun das Sozialdezernat führt, komme es darauf an, „dass wir nicht die zentrale Instanz sind, wir sind nicht Rom und du musst nach Rom, wenn du irgendwas reden willst, sondern Rom kommt auch zu dir“.
Soziale Standards durch Vernetzung in Bochum sichern
Die Vernetzung innerhalb der Stadtgesellschaft ist für Pamp ein Schlüssel, um soziale Teilhabe trotz knapper werdender finanzieller Mittel zu garantieren. Partner vor Ort sollen eingebunden werden und durch den Ausbau von Gesundheitsangeboten in den Quartieren möchte die Verwaltung die Lebensqualität der Bochumer nachhaltig verbessern. Der neue Amtsleiter sieht in seiner Rückkehr nach Bochum die Chance, mit einem eingespielten Team und viel Herzblut an der sozialen Infrastruktur zu arbeiten. „Für mich ist Sozialverwaltung alles andere als langweilige Bürokratie“, stellt der neue Pamp klar.
Dass er hierfür genau der Richtige ist, zeigt sein beruflicher Werdegang, der ihn über die KGST in Köln bis hin zum Aufbau eines eigenen Fachbereichs für Migration und Integration in Krefeld führte. Mit dieser gebündelten Kompetenz und einer tiefen Verwurzelung in Bochum stellt sich das Sozialamt nun auf, um den demografischen Wandel und anstehende Reformen aktiv zu bewältigen.
