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Die CDU-Ratsfraktion drängt auf Verbesserungen bei der Infrastruktur. Während die Modernisierung des Universitätsbads und neue Markierungstechnologien auf den Weg gebracht werden, vertagt die Koalition die Entscheidung über die Zukunft des August-Bebel-Platzes.
In den Bochumer Ausschüssen ging es in den vergangenen Tagen heiß her. Die CDU-Ratsfraktion hat mehrere Kernthemen zur Sprache gebracht, die sowohl den Sport als auch die Verkehrssicherheit und die Stadtteilentwicklung in Wattenscheid betreffen. Die Bandbreite der Diskussionen reicht von spürbaren Abnutzungserscheinungen in städtischen Bädern über gefährliche Sichtverhältnisse bei Starkregen bis hin zur emotional geführten Debatte um die Sperrung eines zentralen Marktplatzes für den Autoverkehr.
Unibad-Modernisierung: Vier Jahre Bauzeit in den Ferien
Die Räumlichkeiten im Bochumer Unibad werden in den nächsten Jahren umfassend modernisiert. Das haben die WasserWelten Bochum jetzt auf eine offizielle Anfrage der CDU-Fraktion hin mitgeteilt. „Wir freuen uns natürlich, dass etwas getan wird“, erklärt die sportpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Sophie Sommer, welche die Initiative im Sportausschuss ergriffen hatte. Allerdings gibt es auch Kritik am Zeitplan: Die WasserWelten haben zwar eine umfassende Modernisierungsstrategie erarbeitet, die Umsetzung soll jedoch drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.
Der Startschuss für die Neugestaltung soll noch in diesem Sommer 2026 erfolgen. Die Maßnahmen im Überblick:
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Erste Phase: Neugestaltung der Treppe vom Unter- ins Obergeschoss.
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Schulverkehr: Einrichtung eines neuen Sammelbereichs für Schulklassen im Untergeschoss.
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Funktionsräume: Komplette Erneuerung des Schwimmmeister- und Sanitätsraums.
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Zukunft: Später sollen die Umkleidebereiche und Gruppenräume folgen, wobei die lärmintensiven Bauphasen immer strikt in die Sommer- und Semesterferien gelegt werden, um den laufenden Betrieb möglichst wenig zu stören.
Mehr Sicherheit bei Starkregen: Stadt prüft Reflexglasperlen
Ein weiterer Erfolg für die Christdemokraten zeichnet sich beim Thema Verkehrssicherheit ab. Die CDU-Ratsfraktion begrüßt die Bereitschaft der Stadtverwaltung, Maßnahmen zur besseren Sichtbarkeit von Fahrbahnmarkierungen bei Regen zu prüfen. Hintergrund ist eine Anfrage der CDU im Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur zu gefährlichen Sichtverhältnissen auf mehrspurigen Straßen bei Nässe. Besonders auf großen Radialstraßen verschwimmen die Linien bei starkem Niederschlag häufig nahezu vollständig, was zu gefährlichen Blindflügen führt.
„Das darf kein Dauerzustand sein“, erklärt CDU-Ratsfrau Carolin Pesch. Die Verwaltung prüft nun den Einsatz größerer sogenannter Reflexglasperlen. Diese winzigen Glaspartikel werden in die Fahrbahnmarkierungen eingearbeitet und werfen das Licht von Autoscheinwerfern direkt zurück. Da sie größer als Standardperlen sind, ragen sie selbst bei einem dichten Wasserfilm noch aus der Nässe heraus. Die CDU wertet dies als einfachen, aber hochwirksamen Beitrag zum Schutz von Autofahrern, Bussen, Radfahrern und Einsatzfahrzeugen. Auch strukturierte Markierungen und verbesserte Entwässerungskonzepte werden nun untersucht.
Wattenscheid: Entscheidung über autofreien „Bebel“ vertagt
Die Diskussion um den August-Bebel-Platz in Wattenscheid bleibt unterdessen eine Hängepartie. Der Mobilitätschuss hat in seiner jüngsten Sitzung im Technischen Rathaus weder über die Vorschläge der Verwaltung noch über den Änderungsantrag der CDU abgestimmt, nachdem die SPD kurzfristig weiteren Beratungsbedarf angemeldet hat. Die endgültige Entscheidung fällt nun am 11. Juni 2026 im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (HWFA).
„Ob der August-Bebel-Platz autofrei wird, bleibt eine offene Frage“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Dr. Stefan Jox. Er verweist darauf, dass sich die Wattenscheider Bezirksvertretung im Vorfeld mit überwältigender Mehrheit gegen einen autofreien Platz ausgesprochen hat. „Aus unserer Sicht kann man dieses starke Votum der Menschen vor Ort nicht einfach ignorieren.“ Die CDU, die sich seit jeher gegen eine Sperrung für den motorisierten Individualverkehr ausspricht, will stattdessen die Aufenthaltsqualität durch mehr Grün, Rasengleise im Kernbereich und eine optische Hervorhebung des historischen Brunnens steigern. Am 11. Juni muss die Koalition nun Farbe bekennen.
