Beitrag: AOK warnt zum Welt-Nichtrauchertag vor Volkskrankheit COPD
AOK zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai: Rauchverzicht wirkt sich unmittelbar auf die eigene Gesundheit und auch auf die der Passivraucher aus.

Foto: AOK/ colourbox /hfr.

Rund neun Prozent der Bochumer Bevölkerung ab 40 Jahren leiden an der chronischen Lungenerkrankung. Neue Erkenntnisse zeigen: Frauen sind besonders gefährdet. Die Krankenkasse setzt auf gezielte Ausstiegsprogramme.

Die Zahlen für das Bochumer Stadtgebiet sind alarmierend: In der Gruppe der Bürgerinnen und Bürger ab 40 Jahren leben aktuell rund 17.900 Menschen mit einer diagnostizierten Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Das entspricht einem Anteil von 9,1 Prozent der dort lebenden Gesamtbevölkerung. Anlässlich des bevorstehenden Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai zieht die AOK NordWest eine ernüchternde Bilanz und rückt die Hauptursache der unheilbaren Erkrankung in den Fokus: das Rauchen.

Die „AHA“-Symptome: Wenn das Atmen zur Last wird

Die Abkürzung COPD steht für eine chronische Entzündung und dauerhafte Verengung der Atemwege, die durch das Einatmen von Schadstoffen ausgelöst wird. Rund 90 Prozent aller Patientinnen und Patienten rauchen oder haben in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum geraucht.

Die Erkrankung kündigt sich meist schleichend ab dem 40. Lebensjahr an und äußert sich durch die typischen „AHA“-Symptome:

  • Atemnot (insbesondere bei körperlicher Belastung)

  • Husten (häufig chronisch und vor allem morgens)

  • Auswurf (vermehrte Schleimproduktion in den Bronchien)

Neuesten medizinischen Erkenntnissen zufolge sind Frauen biologisch deutlich gefährdeter als Männer. Ihre Bronchien reagieren nachweislich sensibler und empfindlicher auf die im Tabakrauch enthaltenen Partikel und Giftstoffe, was zu einer schnelleren Schädigung des Lungengewebes führt.

Rauchen als Multi-Risikofaktor im Alltag

„Rauchen ist weiterhin der größte vermeidbare Risikofaktor für COPD und Krebs. Daher sollten wir bei diesem Thema weiter am Ball bleiben und den Rauchverzicht gerade bei Jugendlichen in Bochum fördern, damit sie erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen“, betont AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Der Griff zum Glimmstängel schädigt jedoch nicht nur die Lunge: Tabaksucht ist für über 80 Prozent aller Lungenkrebsfälle verantwortlich und begünstigt weitere Tumorerkrankungen wie Darmkrebs. Zudem gilt das Nikotin neben Stress, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung als Haupttreiber für lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

                [ WARUM DER RAUCHSTOPP OFT SCHEITERT ]
                
   • Starke physische und psychische Nikotinabhängigkeit.
   • Die Zigarette dient im Alltag oft als feste Struktur.
   • Verankerung als vermeintliches Werkzeug zum Stressabbau.
   • Hoher Stellenwert des gemeinsamen Rauchens bei sozialen Kontakten.

Wege aus der Sucht: Prävention und strukturierte Hilfe

Obwohl die Mehrheit der Raucher laut Krankenkassenstatistik bereits mindestens einen erfolglosen Aufhörversuch hinter sich hat, betont Kock: „Mit Unterstützung und einem klaren Bekenntnis zum Aufhören ist ein dauerhafter Rauchverzicht möglich.“

Um den Ausstieg zu erleichtern, bietet die AOK NordWest Betroffenen spezielle, qualifizierte Vor-Ort-Kurse in Bochum sowie digitale Liveonline-Seminare an, in denen Entwöhnungsstrategien erlernt werden. Für Kinder und Jugendliche im schulischen Bereich setzt die Kasse zudem seit Jahren auf den bundesweiten Aufklärungswettbewerb „Be Smart – Don‘t Start“.

Für Bochumer, die bereits an COPD erkrankt sind, steht mit dem strukturierten Behandlungsprogramm AOK-Curaplan ein spezielles Krankheitsmanagement bereit. Durch regelmäßige fachärztliche Beratung, koordinierte Behandlungsabläufe und gezielte Patientenschulungen lernen die Betroffenen, das Fortschreiten der Lungenschädigung effektiv aufzuhalten und ihre persönliche Lebensqualität im Alltag spürbar zu verbessern. Ausführliche Informationen zu den Hilfsangeboten sind online unter aok.de/nw (Suchbegriff: Curaplan) abrufbar.

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