Beitrag: Digital & barrierefrei: Bochumer gestalten neue Fachplanung Gesundheit aktiv mit
Fachplan Gesundheit

Anmeldung an digitalen Kartentischen: Der öffentliche Gesundheitsdienst erfasst gesundheitliche Chancen und Barrieren direkt in den Stadtbezirken.

Die Stadt Bochum geht neue, innovative Wege in der Kommunalpolitik und setzt auf die direkte Expertise ihrer Bevölkerung. Der öffentliche Gesundheitsdienst hat ein neuartiges Beteiligungsformat ins Leben gerufen, das die Bürgerinnen und Bürger zu aktiven Mitgestaltern der zukünftigen „Fachplanung Gesundheit“ macht. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, städtische Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und medizinischen Prävention exakt an den realen, alltäglichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten. Alle Bochumerinnen und Bochumer sind ausdrücklich dazu eingeladen, ihre ganz persönlichen Perspektiven, Wünsche und Erfahrungen einzubringen, damit diese direkt in die strategische Weiterentwicklung des Fachplans einfließen können.

Interaktive Spurensuche an digitalen Kartentischen

Das Besondere an diesem Format ist der spielerische und technologiegestützte Ansatz. Die Beteiligung findet dezentral in den verschiedenen Bürgerbüros der Bochumer Stadtbezirke sowie in der Volkshochschule (VHS) statt. Vor Ort werden moderne, digitale Kartentische aufgestellt.

An diesen Touch-Bildschirmen können die Teilnehmenden markante Orte in ihrer direkten Wohnumgebung virtuell markieren und detailliert bewerten. Auf diese Weise lassen sich gesundheitliche Chancen – wie etwa besonders gelungene Grünflächen, Sportanlagen oder Ruheoasen – ebenso sichtbar machen wie gesundheitliche oder infrastrukturelle Barrieren im öffentlichen Raum. Ob schlecht abgesenkte Bordsteine für Rollstuhlfahrer, fehlende Schattenplätze in Seniorennähe oder gefährliche Kreuzungen: Die digitalen Bürgereingaben liefern den Stadtplanern ein präzises Bild der Stadtteile.

Inklusion im Fokus: Das Forschungsprojekt „DiKomAll“

Ein zentrales Augenmerk bei der Entwicklung des Formats lag auf dem Thema Barrierefreiheit. Das Konzept wurde im Rahmen des zukunftsweisenden Forschungsprojekts „Digitale Kommune für Alle“ (DiKomAll) konzipiert.

Um sicherzustellen, dass das digitale System für jeden verständlich, intuitiv bedienbar und physisch zugänglich ist, wurde es im Vorfeld eng und intensiv gemeinsam mit Menschen mit Behinderung erprobt, evaluiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Das Ergebnis ist ein betont barrierearmes und inklusives Beteiligungsangebot, das bewusst niemanden aufgrund von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen vom demokratischen Mitmach-Prozess ausschließt.

Die kommenden Termine in den Stadtbezirken im Überblick

Die Bürgerbeteiligung ist bereits Mitte Juni erfolgreich angelaufen. Wer die digitalen Kartentische selbst ausprobieren und seinen Stadtteil bewerten möchte, hat dazu an folgenden verbleibenden Terminen jeweils im laufenden Tagesbetrieb die Gelegenheit:

  • Bochum Ost: Donnerstag, 18. Juni 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr im örtlichen Bürgerbüro.

  • Bochum Südwest: Montag, 22. Juni 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr im Bürgerbüro des Bezirks.

  • Bochum Wattenscheid: Dienstag, 23. Juni 2026, von 10:00 bis 15:00 Uhr im Bürgerbüro Wattenscheid.

  • Bochum Mitte (Zentrum): Donnerstag, 25. Juni 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Volkshochschule (VHS) Bochum.

Eine vorherige Anmeldung für die Teilnahme an den Terminen ist nicht erforderlich; die Bürger können während der genannten Zeitfenster flexibel und spontan vorbeikommen.

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