Beitrag: Bochumer Parteien diskutieren Olympia-Bürgerentscheid und Wohneigentum für Familien
Lohrheidestadion

Zwei politische Themen beschäftigen derzeit die Bochumer Kommunalpolitik. Während die Grünen zu einer Diskussion über den Olympia-Bürgerentscheid einladen, fordert die CDU ein Konzept zur Förderung von Wohneigentum für Familien.

In der Kommunalpolitik in Bochum stehen derzeit mehrere Themen im Fokus. Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen planen eine Informationsveranstaltung zum anstehenden Bürgerentscheid über eine mögliche Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr. Gleichzeitig hat die CDU-Ratsfraktion Bochum gemeinsam mit anderen Fraktionen einen Antrag zur Förderung von Wohneigentum für Familien angekündigt. Beide Themen sollen in den kommenden Wochen politisch diskutiert werden. Entscheidungen stehen teilweise noch aus.

Diskussion über Olympia-Bürgerentscheid

Die Bochumer Grünen laden am 10. April zu einem Info- und Diskussionsabend in das Restaurant Alt Piräus im Stadtteil Stiepel ein. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

Im Mittelpunkt steht der Bürgerentscheid am 19. April. Die Abstimmungsfrage lautet, ob sich die Stadt Bochum an einer gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Olympische Spiele und Paralympische Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll.

Den inhaltlichen Input wollen unter anderem Christopher Pohl, Sprecher des Grünen Ortsverbands Bochum-Süd, sowie Sebastian Pewny, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt, geben. Auch das Bochumer Ratsmitglied Marvin Rübhagen ist an der Organisation beteiligt.

Nach Angaben der Veranstalter soll es vor allem um mögliche Chancen für den Sportstandort Bochum, aber auch um kritische Aspekte einer Olympia-Bewerbung gehen. Dazu zählen Fragen der Nachhaltigkeit, der Finanzierung und der Rolle des Internationales Olympisches Komitee.

CDU fordert Konzept zur Förderung von Wohneigentum

Parallel dazu beschäftigt sich auch die Bochumer Wohnungspolitik mit neuen Vorschlägen. Die CDU-Ratsfraktion Bochum hat gemeinsam mit der FDP-Ratsfraktion Bochum, der UWG Bochum und den Freien Bürgern Bochum einen Antrag für die kommende Ratssitzung vorbereitet.

Fraktionsvorsitzender Karsten Herlitz erklärte, Ziel sei ein Konzept zur Förderung von Wohneigentum für junge Familien. Hintergrund seien steigende Baukosten und hohe Grundstückspreise.

Das Konzept soll zunächst bestehende Förderprogramme von Bund, Land und Kommune zusammentragen. Zudem soll geprüft werden, ob zusätzliche kommunale Maßnahmen sinnvoll sein könnten.

Auch CDU-Fraktionsvize Christian Haardt sieht Handlungsbedarf. Eigentum könne zur Altersvorsorge beitragen und die Bindung an den Wohnort stärken. Gleichzeitig verweist die CDU auf Programme in anderen Städten des Ruhrgebiets.

Entscheidung im Stadtrat steht bevor

Über den Antrag soll in der Ratssitzung am 19. März im RuhrCongress Bochum beraten werden.

Die Diskussion über die Olympia-Beteiligung wird dagegen durch den Bürgerentscheid entschieden. Alle abstimmungsberechtigten Bochumerinnen und Bochumer ab 16 Jahren erhalten dafür Abstimmungsunterlagen per Post.

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