Beitrag: VfL Bochum will gegen Nürnberg nachlegen
Pressekonferenz Uwe Rösler

(c) Sebastian Sendlak

Freitagabend, Flutlicht, direkter Tabellennachbar: Der VfL Bochum empfängt den 1. FC Nürnberg. Uwe Rösler setzt trotz Ausfällen auf einen offensiven Ansatz.

Zweites Heimspiel in Serie für den VfL Bochum: Nach dem Remis gegen Paderborn wartet nun der 1. FC Nürnberg. Beide Teams liegen tabellarisch eng beieinander, die Partie verspricht Spannung. Cheftrainer Uwe Rösler muss auf zwei gesperrte Stammkräfte verzichten. Dennoch kündigt er einen mutigen Auftritt an. Ziel sei es, mit einem Sieg am Club vorbeizuziehen.

Personalsorgen und neue Chancen

Philipp Strompf und Koji Miyoshi fehlen gelbgesperrt, Ibrahim Sissoko befinde sich nach seiner Rückkehr auf den Trainingsplatz noch im Aufbau. „Er ist noch lange nicht so weit“, erklärt Rösler. Gleichzeitig sehe er in den Ausfällen eine Chance für andere. Mehrere Spieler hätten sich im Training angeboten, Bewegung im Spieltagskader sei möglich.

Als Option für Miyoshi nennt Rösler Farid Alfa-Ruprecht, der „das Spiel in die Breite zieht und direkt spielt“. Zwischen den Linien stehen mit Moritz-Broni Kwarteng oder Kjell Wätjen weitere Alternativen bereit. „Ich weiß schon, wer spielen wird“, sagt der Coach, betont aber die Bedeutung der Bank. Es sei wichtig, „dass ich mich umdrehe und sehr gute Optionen sitzen habe, die das Spiel positiv beeinflussen können“.

Vertrauen in Erfahrung und Tiefe

Erhan Masovic ist zuletzt eingewechselt worden, habe aber gut trainiert. „Ich habe da großes Vertrauen“, erklärt Rösler. Entscheidend sei, jederzeit bereit zu sein, wenn die Chance kommt. Er hoffe, dass Masovic seine Leistung über die volle Distanz abrufen könne.

Auch Kevin Vogt und Matus Bero stehen im Kader. Vogt hat zwar wenig Spielpraxis, befindet sich aber in einer körperlichen Verfassung, „die ihm erlaubt, Minuten zu bekommen“. Mit seiner Erfahrung könne er der Mannschaft helfen. Bero hatte wieder voll trainiert, bei ihm merke man laut Rösler die Motivation mit Blick auf die anstehenden Länderspiele im März.

Respekt vor Nürnbergs Umschaltspiel

Der 1. FC Nürnberg bringe „Körperlichkeit und Tempo in der Offensive“ mit und sei somit stark im Umschaltspiel. Deshalb braucht der VfL eine gute Restverteidigung. „Wir werden uns nicht zurückziehen, haben ein Heimspiel und wollen angreifen“, kündigt Rösler an. Er wählt einen offensiven Ansatz, um Tore zu schießen und drei Punkte mitzunehmen.

Nürnbergs Trainer Miroslav Klose sieht sein Team ebenfalls gefordert. Man kenne die schwache Auswärtsbilanz und wolle diese verbessern. „Bochum hat zurzeit eine gute Serie und es ist nicht einfach, da zu spielen. Wir rechnen uns trotzdem etwas aus“, sagt Klose. Der FCN hat im Sommer viele personelle Veränderungen vollzogen, ist aber insbesondere zu Hause stabil aufgetreten.

Anspruch trotz Remis-Serie

Der VfL ist seit neun Ligaspielen ungeschlagen, allerdings endeten mehrere Partien remis. „Wir beweihräuchern uns nicht für unseren Fußball“, stellt Rösler klar. Entscheidend sei, Punkte zu holen. In den vergangenen Spielen habe es an Effizienz gemangelt, daran müsse gearbeitet werden.

Sein Team verfüge über junge Spieler, die Woche für Woche stabiler würden. „Solange wir positiv bleiben, eine gute Moral haben und unsere Prinzipien umsetzen, sind wir gegen jeden Gegner absolut konkurrenzfähig“, sagt Rösler. Gegen Nürnberg sei die Motivation eindeutig: „Wir wollen gewinnen und Nürnberg überholen. Das ist unser Ziel.“

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