Beitrag: Polizeibrief an die Fans und neue DFB-Regeln zu Pyrotechnik
Symbolbild VfL Bochum Fans

Zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison empfängt der VfL Bochum 1848 am Freitag, den 7. August 2026, um 20:30 Uhr Hertha BSC im Vonovia Ruhrstadion. Im Vorfeld der Begegnung hat sich Dr. Sebastian Kießling, Leiter der Bochumer Polizeiinspektion 1, in einem offenen Brief an die Fußballfans gewandt. Zeitgleich tritt eine überarbeitete DFB-Richtlinie zur Sanktionierung von Pyrotechnik in Kraft.

Hinweise der Polizei Bochum für den Spieltag

Die Polizei Bochum setzt zum Saisonstart auf ein friedliches Miteinander und die Eigenverantwortung der Fanlager. Mit Pkw, Neunsitzern oder Bussen anreisende Hertha-Fans werden gebeten, den ausgeschilderten Parkplatz am „Starlight Express“ über die A40 (Anschlussstelle 36 Bochum Stadion, Navigationsadresse: Stadionring 26) zu nutzen. Der Weg zum Gästeblock verläuft zu Fuß hinter dem Starlight Express und dem RuhrCongress. Für Fußgruppen ab dem Hauptbahnhof gelten die Regeln der StVO.

Gemäß § 14 der Bochumer Sicherheitsverordnung (BOSVO) gilt von vier Stunden vor dem Spiel bis zwei Stunden nach Abpfiff ein striktes Glasverbot im Stadionumfeld sowie auf dem Weg vom Gästeparkplatz zum Stadion. Rucksäcke und Taschen, die das Format DIN A4 überschreiten, sind im Stadion nicht gestattet. Der Ordnungsdienst führt intensive Einlasskontrollen durch, wobei erkennbar alkoholisierte Personen abgewiesen werden. Zudem betont die Polizei, rassistischen, fremdenfeindlichen oder homophoben Straftaten und Aktivitäten konsequent nachzugehen.

DFB verschärft Strafen für gefährliche Pyrotechnik

Passend zum Saisonauftakt greift der DFB-Kontrollausschuss mit einem neuen Strafzumessungsleitfaden bei Pyrotechnik-Vergehen im Stadion durch. Die Reform unterscheidet künftig stärker nach dem Gefährdungspotenzial der eingesetzten Gegenstände. Für das Werfen oder Abschießen von Pyrotechnik sowie den Einsatz von Böllern und Raketen werden die Geldstrafen deutlich angehoben. Im Gegenzug sinken die Regelsätze für das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik in der Hand, wie etwa bei Bengalos, leicht.

Betroffene Vereine dürfen künftig einen größeren Anteil der verhängten Geldbußen direkt für eigene sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen im Stadion nutzen. Bei besonders schwerwiegenden Vorfällen – wie dem gezielten Schießen in Menschenmengen, Personenverletzungen oder Spielabbrüchen – kommen weiterhin schärfere Verbandssanktionen wie Zuschauerverbote oder Punktabzüge zum Tragen.

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