Beitrag: Wieder kein VfL-Heimsieg anne Castroper
Philipp Hofmann – VfL Bochum

(c) Sebastian Sendlak

VfL Bochum 1848 und SpVgg Greuther Fürth trennen sich 1:1 im Ruhrstadion

Trotz Überlegenheit und hochkarätiger Chancen: Das Team von Chefcoach Uwe Rösler konnte auch im dritten Anlauf keinen Heimsieg an der Castroper Straße einfahren. Gegen Greuther Fürth gelang den Hausherren – nach der Führung durch Philipp Hofmann (16. Minute) — kein weiteres Tor, dagegen trafen die Gäste durch Omar Sillah (71. Minute). Und nach der gelb-roten Karte für Mats Pannewig (82. Minute) hatte der VfL zudem Glück am Ende einen Punkt zu halten. Bochum lässt völlig unnötig zwei Punkte liegen und hadert nach seinen Chancen.

Uwe Rösler stellt zwei neue Spieler in die Startelf: Neuzugang Sean Klaiber verstärkt die Abwehr und Tom Meyer aus dem Talentwerk rückt ins Mittelfeld. Damit reagiert der VfL‑Chefcoach auf die Ausfälle von Oliver Olsen, Philipp Strompf und Enis Cokaj (alle nicht im Kader).  Für die Fans war die Marschrichtung für das dritte Heimspiel klar: „Auf geht’s Bochum, kämpfen und siegen“, lauteten die Gesänge aus der voll besetzten Ostkurve.

Beide Mannschaften setzen zu Beginn des Spiels auf schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn. Dabei kam es früh zum ersten VAR-Einsatz im VfL‑Strafraum, aber Videoschiedsrichter Günter Perl sah kein strafwürdiges Spiel von Tom Meyer (5. Minute). Es wurde früh deutlich, dass die Gäste aus Fürth heute eine echte Bewährungsprobe für die Mannschaft von der Castroper Straße gewesen ist. Insbesondere die neu zusammengestellte VfL‑Abwehr hatte einige Probleme mit den schnellen Fürthern. Auf der anderen Seite hätte Gerrit Holtmann fast einen Fehler von Torwart Florian Hellstern nutzen können (13. Minute). Drei Minuten später war Hellstern aber beim Kopfball von Philipp Hofmann machtlos (16. Minute). Die Flanke hatte Maximilian Wittek nach einer Ecke aufgelegt. Ein frühes Heimtor und „endlich“ ein Tor nach einem Standard für den VfL. Und Philipp Hofmann verpasste in der 21. Minute und in der 27. Minute sein zweites Tor. Ebenso scheiterte Gerrit Holtmann (25. Minute) am Fürther Torwart Florian Hellstern. Kurz danach war das Spiel für den schnellen Flügelspieler verletzungsbedingt vorzeitig beendet, Offensiv-Neuzugang Jarne Steuckers kam zu seinem Debüt im Ruhrstadion.

In der 38. Minute hatten die VfL‑Fans den Torschrei schon auf den Lippen, aber Koji Myoshi Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei (39. Minute). Bleibt nur zu hoffen, dass sich dieser Chancenwucher vom VfL nicht im Laufe des Spiels noch rächen wird.

Halbzeitführung an der Castroper Straße

Die Halbzeit 2 begann mit einer Chance von Koji Myoshi (46. Minute), der dabei allerdings wohl auch im Abseits stand. Bochum hielt den Druck gegen Fürth hoch, das zum Ende der ersten Halbzeit noch etwas Aufwind gehabt hatte. Die Führung der Jungs von der Castroper Straße ist verdient, allerdings „nur“ mit 1:0. Das blieb auch nach der 55. Minute so, als Karol Metz bei seiner Chance ebenfalls im Abseits stand. „Steht auf für den VfL“, sangen die Fans in der 57. Minute, ein Lied, das man in den ersten beiden Heimspielen nicht gehört hatte. Die blau-weißen Fans honorierten damit einen starken Auftritt des VfL Bochum, der sich – bis auf den Chancenwucher – in den ersten 60 Minuten nur wenig vorzuwerfen hat. Dazu gesellte sich auch noch Pech, als in der 63. Minute Philipp Hofmann bei seinem vermeintlichen 2:0 im Abseits stand.

Auf der anderen Seite führte ebenfalls eine vermeintliche Abseitsstellung zum Ausgleich. Videoschiedsrichter Günter Perl gab den Treffer durch Omar Sillah (71. Minute). Und das Momentum drohte zu Fürth umzuschlagen, aber Timo Horn parierte einen Schuss von Omar Sillah (73. Minute). Fürth verpasste zudem zwei Mal nur knapp das Tor.

Und bei einem Konter der Fürther sah Mats Pannewig in der 82. Minute wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte. Bochum war die letzten Minuten in Unterzahl. In der 85. / 87. Minute hatte der VfL Glück, als die Fürther nur knapp das Tor verpassten, und Timo Horn in der 88. Minute parieren konnte und in der letzten Minute der Nachspielzeit die Gäste durch Arifi vergaben. Am Ende konnten die Hausherren nach dem Platzverweis froh sein, das 1:1 noch über die Zeit zu bringen.

Positiv bleibt zu vermerken, dass Bochum das erste Heimtor geschossen hat. Der Platzverweis und die Verletzung von Gerrit Holtmann sind allerdings ein hoher Preis für den eng gestrickten Kader von Uwe Rösler.

Rösler: „Wir müssen uns jetzt erst einmal neu sortieren“

„Das Resultat geht in Ordnung, aber die sieben bis acht Verletzungen sind eine große Herausforderung. Wir müssen uns jetzt erst einmal neu sortieren,“ sagte VfL‑Chefcoach Uwe Rösler und ergänzte: „Ich hätte mir mehr Gier und den absoluten Willen gewünscht, das Spiel schon in der ersten Halbzeit zu entscheiden. Nach dem Ausgleich  und der Roten Karte hat Fürth uns am Leben gelassen.“ Trotz der erneuten verpassten Chance auf einen Heimsieg sieht Rösler aber auch eine positive Entwicklung von Woche zu Woche. Doch die dünne Personaldecke (Oliver Olsen länger verletzt, die neue Verletzung von Gerrit Holtmann und die gelb-rote Karte für Mats Pannewig) macht Trainer und Fans Sorgen.

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