Beitrag: CDU kämpft für Dreifachsporthalle und fordert Lehrschwimmbecken
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Schulzentrum Gerthe

Ein drohender Baustopp sorgt für politischen Zündstoff im Bochumer Norden: Angesichts extrem angespannter Haushaltslagen plant die Bochumer Stadtverwaltung, den beschlossenen Neubau einer modernen Dreifachturnhalle am Schulzentrum Nord vorübergehend auf Eis zu legen.

Durch diese im Amtsdeutsch als „Streckung“ deklarierte Maßnahme sollen kurzfristig rund 16 Millionen Euro an Investitionsmitteln zurückgehalten werden. Gegen diesen Kürzungsplan regt sich nun entschlossener Widerstand bei der CDU-Ratsfraktion.

„Der Bochumer Norden ist in Sachen Sportstätten der gebeutelte Stadtbezirk“, betont Sophie Sommer, sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Die CDU habe wiederholt auf das spürbare Defizit hingewiesen und den Neubau gemeinsam mit weiteren Fraktionen beschlossen. Neben der Halle selbst sind im Entwurf auch drei dringend benötigte zusätzliche Klassenräume für das fertiggestellte Schulzentrum Nord vorgesehen. „Wir können dem Norden eine weitere Verzögerung dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme schlichtweg nicht zumuten“, so Sommer unmissverständlich.

Haushaltsantrag 2027: Kopplung mit neuem Lehrschwimmbecken

Statt das Projekt stillzulegen, geht die Fraktion mit einem konkreten Änderungsantrag in die anstehenden Beratungen zum städtischen Haushalt 2027. Die Christdemokraten fordern darin nicht nur das Festhalten am Bauzeitplan, sondern weiten die Zielsetzung sogar aus: In den Haushalt sollen Planungsmittel eingestellt werden, um die Dreifachsporthalle von Beginn an mit einem integrativen Lehrschwimmbecken zu konzipieren.

„Es fehlt im Bezirk einfach an einem Lehrschwimmbecken“, unterstreicht der schulpolitische Sprecher der CDU, Dr. Sascha Dewender. Von einer solchen Schwimmsportstätte würden im Umfeld gleich zehn Schulen direkt profitieren – ein unschätzbarer Mehrwert für den Schwimmunterricht von Kindern und Jugendlichen. Dewender appelliert an die Prioritätensetzung der Stadt: „Weil davon zehn Schulen profitieren würden, kann man ein solches Vorhaben nicht einfach beiseite wischen. Das Bad sollte direkt zusammen mit der Halle geplant werden, denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir fordern die Verwaltung auf, gegebenenfalls andere Vorhaben im Stadtgebiet zu strecken.“

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