Für Weiterbildungs- und Kulturinteressierte bietet die Volkshochschule (vhs) Bochum in den kommenden Tagen ein thematisch breit aufgestelltes Programm:

Bei drei aktuellen Formaten sind kurzfristig noch Restplätze verfügbar. Das Spektrum reicht von weltpolitischen Analysen über ethische Grundsatzfragen bis hin zu einem geschichtlichen Streifzug durch den Stadtteil Grumme. Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils acht Euro, eine Ermäßigung ist auf Antrag möglich. Anmeldungen nimmt die vhs Bochum telefonisch unter 0234 910-1555 oder online über vhs.bochum.de entgegen.

Am Mittwoch, 23. September 2026, analysiert der Vortrag „Quo vadis China? Eine kleine Einführung in die Geschichte Chinas und seine gegenwärtigen Ambitionen“ (Kursnummer: N15100) den globalen Führungsanspruch Pekings. Von 19:15 bis 21:00 Uhr beleuchtet die Veranstaltung in Raum 041 des Bildungs- und Verwaltungszentrums (BVZ, Gustav-Heinemann-Platz 2–6) das Ziel der Staatsführung, China bis 2035 zur tonangebenden Wirtschafts-, Technologie- und Militärmacht auszubauen. Im Fokus stehen dabei historische Kontinuitäten, der Verlust der vormodernen Vormachtstellung im 19. Jahrhundert sowie die Transformation zur Weltmacht.

Politisches Denken nach Hannah Arendt und Ortsgeschichte in Grumme

Einen philosophischen Schwerpunkt setzt das BVZ am Donnerstag, 24. September 2026: Von 18:30 bis 20:30 Uhr widmet sich die Veranstaltung „Hannah Arendt. Über das Böse“ (Kursnummer: N16111) in Raum 1011 dem Denken der politischen Theoretikerin. Anhand ihrer berühmten Analyse zur „Banalität des Bösen“ am Fall Adolf Eichmann sowie dem Verhältnis von Macht und Gewalt zeichnet der Vortrag Arendts Reflexionen nach. Rezeptionsbrüche und Missverständnisse werden unter anderem im Vergleich zwischen ihrer Dissertation von 1929 und ihren Ethik-Vorlesungen aus dem Jahr 1965 herausgearbeitet.

Den Abschluss der Reihe bildet am Samstag, 26. September 2026, der heimatkundliche Stadtteilspaziergang „Promenade dans Bochum-Grumme“ (Kursnummer: N12025). Von 14:00 bis 16:30 Uhr führt der Rundgang durch das nördliche Grumme jenseits der Autobahn A 43. Entlang der Grummer Seenplatte entdecken die Teilnehmenden noch heute sichtbare Zeugnisse der Bergbauhistorie und der ehemaligen Zeche „Constantin der Große“. Treffpunkt ist die Bushaltestelle „Prattwinkel“ (Linie 354); auf Wunsch schließt sich ein gemeinsamer Ausklang im traditionsreichen Gasthaus „Goeke“ an.