Beitrag: Stadtlabor zieht Bilanz im Pumpenhaus an der Jahrhunderthalle
Mobiles Stadtlabor

Mobiles Stadtlabor mit Stadtdirektor Sebastian Kopietz und Annette Adameit von der Smart City Unit Smartcity Foto: André Grabowski / Stadt Bochum, Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation

Bochum festigt seine Position in der digitalen Spitzengruppe deutscher Großstädte: Sowohl im renommierten Smart City Index des Branchenverbandes Bitkom e. V. als auch im Haselhorst-Ranking behauptet sich die Ruhrgebietsmetropole mit Platz 8 dauerhaft unter den Top 10 bundesweit. Dass dieser Erfolg kein Zufallsprodukt ist, zeigte sich beim Veranstaltungsformat „Stadtlabor zu Besuch XL“ im Pumpenhaus an der Jahrhunderthalle: Nach fünf Jahren Förderung durch das Bundesprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ zogen Verwaltung, Expertenteams und Bürger gemeinsam Bilanz über das bisher Erreichte und warfen den Blick auf kommende Innovationsschritte.

Entscheidend für die nachhaltige Verankerung der digitalen Transformation waren dabei nicht allein die Fördermillionen des Bundes, sondern vor allem das Zusammenspiel vieler engagierter Akteure aus Stadtgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Digitale Helfer im Alltag: Von der BochumApp bis zur Dokumentenbox

Oberbürgermeister Jörg Lukat, Chief Digital Officer (CDO) Denes Kücük und das Team der städtischen Smart City Innovation Unit demonstrierten anhand konkreter Anwendungen, wie Digitalisierung im Alltag der Bürgerinnen und Bürger messbaren Mehrwert stiftet:

  • BochumApp: Die zentrale mobile Plattform liefert termingenaue Erinnerungen an die Abfallentsorgung, informiert über kulturelle Veranstaltungen und bündelt städtische Dienstleistungen direkt auf dem Smartphone.

  • Smarte Bänke: Über das Stadtgebiet verteilt bieten moderne Sitzbänke die Möglichkeit, mobile Endgeräte im öffentlichen Raum kostenfrei und unkompliziert mit Solarenergie aufzuladen.

  • Bürgerbeteiligung via bochum-mitgestalten.de: Über das zentrale Beteiligungsportal können Einwohner aktiv an Planungsverfahren mitwirken, Feedback geben und eigene Projektideen in die Stadtentwicklung einbringen.

  • Dokumentenausgabebox im Rathaus: Für mehr zeitliche Flexibilität bei Behördengängen sorgt die automatisierte Ausgabestation, über die beantragte Papiere und Ausweisdokumente ohne langes Warten an Schaltern abgeholt werden können.

Bürgerdialog auf Augenhöhe: Zukunft gemeinsam gestalten

Eine gelungene Smart City erschöpft sich nicht in technischen Spielereien, sondern setzt dort an, wo bürokratische Hürden abgebaut, Wege verkürzt und Verwaltungsprozesse transparent nachvollziehbar werden. Entsprechend stand beim „Stadtlabor zu Besuch XL“ die Perspektive der Stadtgesellschaft im Mittelpunkt: In interaktiven Diskussionsrunden tauschten sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger direkt mit Oberbürgermeister Lukat, CDO Kücük und den städtischen Entwicklern über Praxiserfahrungen aus und gaben neue Impulse für die künftige Ausrichtung der smarten Stadtentwicklung.

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