
Kyra Malinowski (Cheftrainerin der VfL Frauen)
(c) Sebastian Sendlak
Die Frauenmannschaft des VfL Bochum bleibt Tabellendritter – DFB-Pokal gegen Bremen
Die Frauen des VfL Bochum und die Frauen des 1. FC Köln II. trennten sich gestrigen 7. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga nur 0:0. 206 Zuschauer sahen im Lohrheidestadion viele Chancen für den VfL und eine Rote Karte für die Kölner Leni Palm. Dennoch konnte der Tabellenletzte aus der Domstadt am Ende glücklich seinen ersten Punkt beim weiterhin Tabellendritten aus Bochum mitnehmen. Dort liegt der Fokus jetzt auf dem DFB-Pokal.
Das Team von Cheftrainerin Kyra Malinowski startete als Tabellendritte in den Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga und sollte ihn am Ende auch halten. Allerdings hatten sich die Frauen des VfL Bochum dabei zwei Punkte mehr erhofft und auch angesichts des Spielverlaufs mehr als verdient gehabt.
Der Durchgang eins startete kampfbetont, wobei auch das Schlusslicht des 1. FC Köln II. gut mitspielte. Die VfL – Frauen brauchten allerdings ein paar Minuten, um sich die erste Chance herauszuarbeiten (17. Minute). Dann gab es aber Chancen im Minutentakt (18./19. Minute) und Bochum war nun vollends die spielbestimmende Mannschaft.
Das VfL- Spiel lief in der Regel über die linke Seite oder das Zentrum, es gab wenig Flügelwechsel. In Durchgang eins, der von weiteren VfL – Chancen von Nina Lange (27. Minute), Ebla Gouriye (29. Minute), Lilian Huber (32. Minute) und Dörthe Hoppius (34. Min.) geprägt war, hieß es am Ende dennoch nur 0:0. Auch weil die Kölner Torhüterin Anika Dübel den Ball bei einem Pfosten-Abpraller gerade noch rettete (44. Minute).
Fazit Halbzeit eins: Die Frauen des Bochum waren klar überlegen und hatten teilweise Chancen im Minutentakt. Aber es fehlte – wie bei der 1. Herren-Mannschaft, die parallel bei Hannover 96 spielte, an Durchschlagskraft. Auffälligste Spielerinnen beim VfL waren Lina Joester, Nina Lange und die in Halbzeit 2 noch weiter zulegende Anna Moczarski.
Halbzeit eins: VfL-Chancen im Minutentakt
Zu Beginn der zweiten 45 Minuten war zunächst überraschenderweise vor allem die VfL – Abwehr gefragt, die eine Großchance von Köln II. (50. Minute) und eine knifflige Szene im VfL-Strafraum (Schiedsrichterin Jette Wolf zeigte zu Recht nicht auf den Punkt) überstehen musste. Danach übernahm Bochum wieder das Zepter und kam ab der 53. Minute zu weiteren Chancen. VfL – Trainerin Kyra Malinowski setzte in der 64. Minute mit einem Dreifachwechsel ein Zeichen; Lilian Huber, Dörthe Hoppius, Darah Freutel gingen raus und Rana Okuma, Lara Kirby und Leigh Jordan kamen rein. In der Folge kam es in der 70. Minute und 77. Minute zu weiteren Chancen, aber die Anzahl der Abschlüsse lag trotzdem weiterhin unter der Zahl in Durchgang eins. Im weiteren Verlauf kam es zu einem Comeback der lange verletzten Bochumer Spielerin Lena Zaugg und einer weiteren Einwechslung von Katharina Daedelow (Anna Moczarski und Alina Angerer gingen dafür raus), dennoch blieb es weiterhin nur beim 0:0. Dies lag vor allem daran, dass die Gäste aus Köln alles in die Verteidigung legten und die Heimmannschaft aus Bochum sehr viel auf Kleinpassspiel und dagegen weniger auf Torschüsse setzte.
Trotzdem hätten die Frauen des VfL Bochum das Spiel gegen die Frauen des 1. FC Köln II., die ab der 85. Minute nach einer Notbremse und der berechtigten Roten Karte für Leni Palm in Unterzahl spielen mussten, aufgrund des Chancenplus und der spielerischen Dominanz klar gewinnen können. Aber es fehlte wie in der 1. Halbzeit die Durchschlagskraft.
Fazit Halbzeit 2: Der VfL war weiterhin überlegen, hatte aber weniger Abschlüsse als in Durchgangs eins. Die Gäste aus Köln witterten am Ende noch mal ihre Chance und wurden mutiger, da Bochum sie am Leben ließ und den „lucky punch“ verpasste. Und dieser wäre aufgrund des Chancenplus und der Tatsache, dass Köln II. ab der 85. Minute nach dem Palm-Platzverweis in Unterzahl spielen musste, mehr als verdient gewesen.
Malinowski: „Wir haben zu kompliziert gespielt“
Auf dem Rasen des Lohrheidestadions, welches gestern 206 Zuschauer besuchten, sagte VfL – Cheftrainerin Kyra Malinowski auf Bochum-Journal-Anfrage: „Wir haben zu kompliziert gespielt und an der ein oder anderen Stelle fehlte der letzte Wille oder wurde die falsche Entscheidung getroffen“. Die Frauen des VfL Bochum bleiben am Ende des 7. Spieltags auf Platz 3 der Tabelle der 2. Bundesliga „kleben“. Zwei Punkte mehr hätten Platz 2 bedeutet.
Fokus auf DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen
„Wir hoffen auf ein volles Haus“, sagte VfL – Cheftrainerin Kyra Malinowski im Hinblick auf das Heimspiel in der 2. Runde des DFB – Pokal gegen Werder Bremen (26. September, 16 Uhr, Lohrheidestadion). Allerdings wird es keine besondere Vorbereitung gegenüber dem Ligabetrieb geben. „Ich weiß nicht, warum ich da was ändern sollte“, sagte Malinowski. Karten für das DFB-Pokalspiel sind seit dem 14. September online im VfL – Ticketshop zu erwerben. Der VfL empfiehlt den Kartenvorverkauf, es soll aber auch eine Tageskasse geben.
