Beitrag: CDU forciert Tempo 30, Hitzeschutz, KI-Ampeln und Lehrschwimmbecken
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CDU OB Kandidat, Dr. Andreas Bracke (c) Sebastian Sendlak

Mit mehreren verkehrs-, schul- und umweltpolitischen Initiativen setzt die CDU-Ratsfraktion Akzente im Bochumer Stadtgeschehen. Die Themen reichen von verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Ehrenfeld über ein breit getragenes Hitzeschutzpaket für Kitas und Schulen bis hin zu innovativer Ampelsteuerung und dem Ausbau des neu eröffneten Schulzentrums Bochum-Nord.

Eine konkrete Entlastung gibt es für Anwohnende im Stadtteil Ehrenfeld: Auf Anfrage der Union teilte die Stadtverwaltung mit, dass die Friederikastraße auf dem Abschnitt zwischen Romanusplatz und Hattinger Straße als Tempo-30-Zone ausgewiesen wird. Die Straße wurde bereits 2024 aus dem städtischen Vorbehaltsnetz herausgelöst, was den Weg für die Temporeduzierung frei machte. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Dr. Stefan Jox, betonte, dass der Wohnstraßencharakter durch parkende Autos geprägt sei und die Regelung sowohl die Lärmbelastung senken als auch Schleichverkehr eindämmen soll, ohne den Linienbusverkehr zwischen Hunscheidtstraße und Romanusplatz auszubremsen.

Breites Bündnis beschließt Hitzeschutzkonzept für Kitas und Schulen

Auf Antrag einer breiten Ratskooperation aus CDU, SPD, Grünen, FDP-UWG: WAT und UWG: Freie Bürger – BSW hat der Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe ein Maßnahmenpaket zur Hitzeprävention auf den Weg gebracht. Jugendhilfe-, Schul- und Schulausschuss sowie der Stadtrat beraten in Kürze final darüber. Da bisher eine gesamtstädtische Übersicht hitzebelasteter Gebäude fehlte, soll die Verwaltung kurzfristig ein umfassendes Realisierungskonzept erarbeiten, um Schulhöfe und Außenspielflächen von Kitas und Offenen Ganztagsschulen (OGS) klimaresilienter zu gestalten und Gebäude auf Innenschutzmaßnahmen zu überprüfen. Dr. Andreas Bracke, CDU-Sprecher im Betriebsausschuss, begrüßte den Wechsel von Einzelfallprüfungen hin zu einer systematischen Prioritätenliste sowie die Einbindung von Fördermitteln aus EU, Bund und Land. Bereits jetzt investiert die Stadt über eine Million Euro in Sonnen- und Verdunklungsanlagen.

Parallel dazu regt CDU-Ratsfrau Irina Becker an, den Einsatz moderner Technologien im Straßenverkehr zu prüfen. In einer Anfrage erkundigt sich die Fraktion nach dem Nutzen künstlicher Intelligenz zur Optimierung des Verkehrsflusses. Vorbild sind Modellprojekte wie die KI-gestützten Ampeln in Hamm oder das Forschungsprojekt AIAMO in Leipzig und Landau. Becker unterstreicht, dass es nicht um Technikspielereien gehe, sondern um gezielte Pilotprojekte an hochfrequentierten Kreuzungen und Hauptverkehrsachsen, für die vorab Förderkulissen und technische Rahmenbedingungen abgeklärt werden müssen.

Schulzentrum Bochum-Nord öffnet seine Pforten – Union fordert Lehrschwimmbecken

Große Freude herrscht über die pünktliche Fertigstellung des Schulzentrums Bochum-Nord zum neuen Schuljahr. Der moderne Komplex bietet Platz für 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie rund 120 Lehrkräfte des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums und der Anne-Frank-Realschule. Zudem ziehen die Stadtteilbücherei Gerthe und das zdi-Netzwerk MINT.BOchum in das Gebäude ein, was Dr. Stefan Jox als zukunftsweisendes Zusammenspiel zu einem ganzheitlichen Bildungszentrum lobte.

Gleichwohl sieht die CDU die Gesamtentwicklung im Bochumer Norden noch nicht als vollendet an. Neben der ausstehenden Errichtung der Dreifachsporthalle pocht der schulpolitische Sprecher Dr. Sascha Dewender mit Nachdruck auf den Bau eines Lehrschwimmbeckens. Da es den Schulen und Sportvereinen im Bochumer Norden seit vielen Jahren an ausreichenden Wasserflächen für den regulären Schwimmunterricht fehle, bleibe diese Forderung für den Standort ganz oben auf der politischen Agenda.

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