Beitrag: Germanenviertel: 40.000-Euro-Quartiersfonds für moderne Wohnungsmodernisierung
Fassade Germanenviertel

(c) Baugenossenschaft Bochum eG

Attraktive Außenflächen, barrierefreier Wohnraum und starker Zusammenhalt: Während die Bezirksvertretung Wattenscheid Projekte im Germanenviertel mit 40.000 Euro fördert, investiert die Baugenossenschaft Bochum eG in die zukunftsfähige Sanierung ihres Bestands.

Im Wattenscheider Stadtteil Westenfeld greifen Quartiersförderung und Wohnungsbau nahtlos ineinander. Über den „Quartiersfonds Germanenviertel“ stellt die Bezirksvertretung Wattenscheid 40.000 Euro bereit, um das Wohnumfeld und die Freiflächen im Viertel gezielt aufzuwerten. Anträge für Aktionen und Gestaltungsmaßnahmen können noch bis zum 18. September bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Parallel dazu unterstreicht die Baugenossenschaft Bochum eG (BaugeBo) mit Millionen-Investitionen in ihren Gebäudebestand, wie sich zeitgemäßes Wohnen mit gewachsenen Nachbarschaftsstrukturen verbinden lässt.

Generationenplatz am Frankenweg ergänzt Millionen-Modernisierung

Dass städtische Mittel und genossenschaftliche Initiative Hand in Hand gehen, zeigt das erste ausgewählte Förderprojekt: Die BaugeBo erhält Mittel aus dem Quartiersfonds, um eine gemeinschaftliche Grünfläche zwischen den Häusern am Frankenweg in einen generationenübergreifenden Begegnungsort mit Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltszonen zu transformieren.

Diese Aufwertung des Außenbereichs schließt direkt an ein groß angelegtes Sanierungsprogramm an. Am Frankenweg und Sachsenring bewirtschaftet die Genossenschaft zwölf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 163 Einheiten. Bereits im Februar 2022 fiel der Startschuss für das Projekt „Wohnen der Zukunft“, in dessen Rahmen rund 120 Wohnungen in acht Gebäuden auf einen energie- und kosteneffizienten Standard gehoben wurden. Ein geplanter dritter Bauabschnitt für die Hausnummern 39, 41 und 43 wurde angesichts der allgemeinen Kostensituation und veränderter Förderkulissen vorerst zurückgestellt.

Zeitgemäßer Wohnkomfort: Von Mineralfaserdämmung bis Barrierearmut

Die baulichen Maßnahmen im Viertel spiegeln sich deutlich in der Energiebilanz und dem Wohnkomfort wider. Eine 20 Zentimeter starke Mineralfaserdämmung an den Außenfassaden sorgt für sommerlichen Wärmeschutz und dämmt die Heizkosten im Winter deutlich ein. Bodentiefe Fenster an den Balkonen lassen viel Tageslicht in die Wohnräume, während moderne Heizkörper die alten Nachtspeicheröfen ersetzen.

Hinzu kommen neue Videogegensprechanlagen für mehr Sicherheit im Gebäude und vollmodernisierte Bäder mit barrierearmen, bodengleichen Duschen, hellen Fliesen und zeitgemäßen Sanitärelementen.

Infrastruktur und Nachbarschaft: Fonds fördert Engagement bis 18. September

Seinen Namen verdankt das verkehrsgünstig gelegene Viertel den germanischen Stämmen der Sachsen und Franken. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von einer dichten Nahversorgung mit Supermärkten, Bäckereien, Gastronomie und Praxen sowie kurzen Wegen zu Kitas und Schulen. Über die Straßenbahnlinie 310, Buslinien, den nahen S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop und schnelle Zubringer zur A40 ist das Quartier optimal an die Bochumer Innenstadt, nach Langendreer, Witten und ins gesamte Ruhrgebiet angebunden.

Damit auch das soziale Miteinander im Straßenraum weiter aufblüht, können Bewohner und Initiativen im Fördergebiet – umfasst sind Frankenweg, Friesenweg, Keltenweg, Sachsenring und Wikingerstraße – bis zum 18. September eigene Förderanträge über die Plattform bochum-mitgestalten.de stellen. Gefördert werden:

  • Gestaltung, Bepflanzung und Möblierung von Freiflächen

  • Anschaffungen für den Außenbereich

  • Workshops und nachbarschaftliche Beteiligungsformate

  • Stadtteilbezogene Mitmachaktionen und Kampagnen

Eine quartiersbezogene Jury, die mehrheitlich mit Eigentümerinnen und Eigentümern aus dem Viertel besetzt ist, entscheidet im Anschluss an eine Vorprüfung über die Vergabe der Zuschüsse.

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