Beitrag: Nacht der offenen Kirchen: Rekordbeteiligung und Friedensgebet für Donezk
Nacht der offenen Kirchen 2026

(c) Sebastian Sendlak

Ökumenischer Erfolg im gesamten Stadtgebiet: An 25 Standorten in Bochum und Wattenscheid öffneten Gotteshäuser ihre Pforten. Eine virtuelle Gebetsbrücke verband Gläubige mit der Partnerstadt Donezk.

Die vierte Auflage der Nacht der offenen Kirchen (NdoK) am Samstag, 5. September 2026, hat ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und christliche Ökumene gesetzt. Zwischen 18:00 und 24:00 Uhr öffneten Gotteshäuser und kirchliche Einrichtungen an insgesamt 25 Standorten ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Veranstaltet vom Katholikenrat Bochum und Wattenscheid in enger Kooperation mit der Katholischen Stadtkirche, dem Evangelischen Kirchenkreis Bochum sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), fand das Format erstmals im gesamten Stadtgebiet statt. In Stadtteilen wie Langendreer und Linden schlossen sich mehrere Gemeinden für gemeinsame Sonderaktionen zusammen.

„Gemeinsam in Vielfalt“: Bislang größte Kirchennacht der Stadt

Das diesjährige Leitmotiv „Gemeinsam in Vielfalt“ spiegelte sich in einem abwechslungsreichen und einladenden Programm wider. Christian Schnaubelt, Vorsitzender des Katholikenrates Bochum + Wattenscheid und Gesamtkoordinator der Veranstaltung, zog eine durchweg positive Bilanz. Die vierte Kirchennacht sei die bislang größte ihrer Art gewesen und habe das lebendige Miteinander der Konfessionen im Ruhrgebiet eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die zahllosen positiven Rückmeldungen belegen nach Angaben der Initiatoren, dass Kirchen im Alltag offen, überraschend und einladend sein müssen. Ein besonderer Dank des Koordinators galt den vielen engagierten Ehrenamtlichen vor Ort, ohne deren Einsatz eine Großveranstaltung dieses Ausmaßes nicht realisierbar gewesen wäre. Auch die Zahl der Besucher habe die Erwartungen erfüllt oder teilweise sogar übertroffen, gab der Veranstalter heute bekannt. 

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Friedensgebet schlägt virtuelle Brücke in die Ukraine

Den feierlichen Auftakt markierte das ökumenische Eröffnungsgebet in der evangelischen Stadtkirche St. Pauli (Pauluskirche) im Bochumer Zentrum. Unter dem Motto „Zusammenhalt“ entstand dabei eine bewegende Gebetsbrücke in die ukrainische Partnerstadt Donezk. Zeitgleich versammelten sich Gläubige in Bochum, Donezk sowie weiteren ukrainischen Orten zum gemeinsamen mehrsprachigen Gebet. Rund 1.200 Teilnehmende verfolgten die Zeremonie im Internet per Livestream von Bochum-Journal.

Zu den Ehrengästen vor Ort zählten Weihbischof Ludger Schepers aus dem Bistum Essen, Bochums Bürgermeisterin Martina Schnell sowie der Bundestagsabgeordnete und ZdK-Vertreter Max Lucks. Organisiert wurde das Eröffnungsgebet mit Unterstützung des Sachausschusses Donezk und der Gesellschaft Bochum-Donezk e. V.. Eine Aufzeichnung des Livestreams sowie Impressionen der Kirchennacht stehen auf dem Webportal der katholischen Stadtkirche unter www.bochum-katholisch.de bereit.

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