Beitrag: Bundesweiter Warntag: Bochum testet 29 Sirenen und Warn-Apps
Sirene für Bevölkerungsschutz

Eine Sirene für Bevölkerungsschutz auf dem Rathaus in Bochum-Wattenscheid, 17.07.2019. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum

Großübung für den Ernstfall: Am Donnerstag, 10. September, heulen ab 11:00 Uhr bundesweit die Sirenen und Smartphones schlagen Alarm.

Am Donnerstag, 10. September, findet der jährliche Bundesweite Warntag statt. Pünktlich um 11:00 Uhr erproben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit den Ländern und Kommunen die technischen Abläufe zur Warnung der Bevölkerung. Über eine Vielzahl vernetzter Kanäle – darunter Radio- und Fernsehsender, digitale Stadtwerbetafeln sowie die Notfall-Apps „NINA“ und „KATWARN“ – wird ein bundesweiter Probealarm ausgelöst. Zudem werden mobile Endgeräte direkt über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast angesteuert, der rund die Hälfte aller Handys in Deutschland ohne vorherige Installation einer Anwendung erreicht.

Sirenen-Ablauf und Warnfahrzeuge in Bochum

Im gesamten Bochumer Stadtgebiet werden zeitgleich die 29 stationären Sirenen ausgelöst. Flankierend dazu schickt die Feuerwehr Bochum vier mobile Lautsprecher- und Warnfahrzeuge auf die Straßen, um den Ernstfall flächendeckend zu simulieren.

Der Sirenentest gliedert sich in eine feste Abfolge von drei Signalfolgen:

  • 11:00 Uhr: Einminütiger Dauerton für „Entwarnung“ (Beginn der Probe).

  • 11:06 Uhr: Einminütiger auf- und abschwellender Heulton für „Warnung“ (dieses Signal fordert im Realfall dazu auf, geschlossene Räume aufzusuchen und Informationsmedien einzuschalten).

  • 11:12 Uhr: Erneuter einminütiger Dauerton für „Entwarnung“ (offizielles Ende des Tests).

Vorbereitung auf Krisenlagen – Städtische Hotline eingerichtet

Der gemeinsame Aktionstag verfolgt das Ziel, Bürgerinnen und Bürger für Gefahrenlagen zu sensibilisieren und mit den unterschiedlichen Signalmustern und Alarmwegen vertraut zu machen. Reale Warnungen werden beispielsweise bei Naturkatastrophen wie Hochwasser und Erdbeben, extremen Unwetterfronten, Großbränden, Schadstoffaustritten in die Luft, flächendeckenden Strom- oder Wasserausfällen, Epidemien sowie bei Bombenentschärfungen ausgelöst.

Für Rückfragen aus der Bevölkerung schaltet die Stadt Bochum am Warntag von 11:00 bis 13:00 Uhr eine telefonische Bürger-Hotline unter der Rufnummer 0234 910-5555. Parallel dazu ruft der Bund alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an einer Online-Evaluation unter warntag-umfrage.de teilzunehmen, um die Reichweite und Zuverlässigkeit der einzelnen Warnkanäle zu erfassen.

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