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Ruhr Universität Bochum
Am 16. September lädt die Ruhr-Universität Bochum zum Brain Day 2026 mit Fachvorträgen, Mitmachaktionen und Selbsthilfegruppen ein.
Die Ruhr-Universität Bochum öffnet im September ihre Türen für alle, die das komplexeste Organ des Menschen näher kennenlernen möchten. Am Mittwoch, 16. September 2026, findet im universitären Veranstaltungszentrum von 13 bis 17 Uhr der diesjährige „Brain Day“ statt. Das Programm widmet sich faszinierenden neurowissenschaftlichen Fragestellungen von körpereigenen Heilungsprozessen bis hin zur Intelligenz der Tierwelt. Die Teilnahme an dem Aktionstag ist für alle Besucherinnen und Besucher vollständig kostenfrei. Die Organisatoren bitten um eine vorherige Anmeldung per E-Mail oder telefonisch zu den regulären Sprechzeiten.
Spitzenforschung des Sonderforschungsbereichs 1280 im Fokus
In diesem Jahr kooperiert der Informationstag eng mit dem Sonderforschungsbereich (SFB) 1280 „Extinktionslernen“, dessen Forschende fundierte Einblicke in aktuelle Projekte geben. In halbstündigen Fachvorträgen referieren Prof. Dr. Ulrike Bingel vom Universitätsklinikum Essen sowie Prof. Dr. Jutta Peterburs von der Medical School Hamburg über moderne Erkenntnisse der Hirnforschung. Ebenso treten Dr. Julian Packheiser von der Medizinischen Fakultät der RUB und SFB-Sprecher Prof. Dr. Onur Güntürkün vor das Publikum. Die Vortragsreihe schlägt eine verständliche Brücke zwischen hochkomplexer Grundlagenforschung und alltagsrelevanten Phänomenen der menschlichen Psyche.
Abseits des Hörsaals bietet die Veranstaltung vielfältige Gelegenheiten zum direkten Austausch zwischen dem Publikum und den Wissenschaftlerteams. Interessierte können offene Fragen stellen und sich über den aktuellen Stand neurologischer Therapien informieren. Die Vorträge vermitteln anschaulich, wie neuronale Netzwerke auf äußere Reize reagieren und Lernprozesse im Gehirn ablaufen. Dadurch erhalten auch Laien einen tiefen Einblick in die Arbeit der Bochumer Spitzenforschung.
Interaktive Stationen und starkes Selbsthilfe-Netzwerk
Zwischen den Referaten erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit interaktiven Experimenten. Die Besucherinnen und Besucher können beispielsweise Brain-Computer-Interfaces testen, bei denen eigene EEG-Signale in direkte Steuerbefehle für Maschinen übersetzt werden. Forschende der Sozialen Neurowissenschaft präsentieren zudem mechanische Umarmungskissen und Studien zur Wirkung zwischenmenschlicher Berührungen. Ergänzt wird die Mitmach-Ausstellung durch die Vorstellung einer neuen Applikation zur Erfassung von Einsamkeit und Stimmungslagen im Alltag.
Zusätzlich präsentieren sich zahlreiche regionale Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen im Veranstaltungszentrum. Vor Ort vertreten sind unter anderem die Alzheimer-Gesellschaft Bochum, das Bochumer Bündnis gegen Depression sowie das Autismus-Therapie-Zentrum Dortmund/Hagen. Auch Gruppen zu Clusterkopfschmerz, Myasthenie, Epilepsie, Schädel-Hirn-Traumata, Polyneuropathie und dem Restless-Legs-Syndrom bieten Informationsmaterialien an. Anmeldungen für den Brain Day nimmt die Universität unter brain-news-igsn@rub.de oder werktags unter der Rufnummer 0234 32-26682 entgegen.
