Beitrag: Dürener Straße: Drei Weltkriegsbomben erfolgreich entschärft
Bombe – Dürener STraße

Aufatmen an der Stadtgrenze zwischen Bochum und Witten: Drei amerikanische Fliegerbomben wurden an der Dürener Straße nach großflächiger Evakuierung unschädlich gemacht.

Erfolgreicher Einsatz für den Kampfmittelräumdienst und die Rettungskräfte an der Grenze zwischen Bochum und Witten. Bei gezielten Sondierungsarbeiten an der Dürener Straße in Bochum-Langendreer waren drei amerikanische 250-Kilogramm-Weltkriegsbomben mit Aufschlagszündern entdeckt worden. Zwei der gefährlichen Blindgänger lagen auf Bochumer Stadtgebiet, ein weiterer Sprengkörper auf Wittener Boden. Für die erforderlichen Arbeiten mussten rund 600 Anwohnerinnen und Anwohner im Sicherheitsradius von 375 Metern ihre Gebäude kurzfristig verlassen. Am Donnerstagnachmittag meldeten die Experten schließlich die erfolgreiche Entschärfung aller drei Blindgänger.

Evakuierungsradius und Betreuung im Lessing-Gymnasium

Die planmäßige Evakuierung des betroffenen Areals begann am frühen Nachmittag gegen 14.30 Uhr. Um den Betroffenen die Räumung zu erleichtern, setzte die Stadt einen speziellen Evakuierungsbus an der Kreuzung Siebenplaneten und Oberstraße ein. Für Bürgerinnen und Bürger, die während der Sperrung nicht anderweitig unterkommen konnten, richtete die Verwaltung eine Betreuungsstelle im Lessing-Gymnasium an der Ottilienstraße ein. Insgesamt 21 Personen nahmen das Versorgungsangebot vor Ort in Anspruch. Begleitend beantworteten städtische Mitarbeiter an einer Hotline rund 60 Anfragen besorgter Bürger zu Sperrzeiten und Schutzmaßnahmen.

Die Behörden informierten die Bevölkerung während des gesamten Einsatzes fortlaufend über die Notfall-App NINA, WhatsApp-Kanäle und Online-Dienste. Durch die reibungslose Zusammenarbeit der beteiligten Stellen konnte der Gefahrenbereich zügig geräumt werden. Die Anwohnerinnen und Anwohner folgten den Anweisungen der Einsatzleitung besonnen, sodass der Kampfmittelbeseitigungsdienst wie geplant mit der Entschärfung beginnen konnte.

Rund 130 Einsatzkräfte und Drohnentechnik vor Ort

Um die Sicherheit im Sperrgebiet zu gewährleisten, waren rund 130 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen im gemeinsamen Einsatz. Neben den Feuerwehren und Ordnungsämtern aus Bochum und Witten beteiligten sich Hilfsorganisationen wie ASB, DRK, Johanniter, DLRG und THW sowie die Polizei und die BOGESTRA. Eine Drohne des Arbeiter-Samariter-Bundes Bochum unterstützte die Kräfte maßgeblich bei der lückenlosen Kontrolle des Evakuierungsgebietes aus der Luft. Vier Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger standen den betroffenen Menschen unterstützend zur Seite.

Nachdem die Fachleute des Kampfmittelräumdienstes die Aufschlagszünder aller drei Bomben unschädlich gemacht hatten, hob die Einsatzleitung sämtliche Straßensperrungen wieder auf. Die evakuierten Anwohnerinnen und Anwohner konnten noch am selben Tag in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Dank des präzisen Zusammenspiels aller städtischen und überörtlichen Einsatzkräfte verlief der anspruchsvolle Doppelstadt-Einsatz ohne Zwischenfälle.

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