
Uwe Rösler – Cheftrainer des VfL Bochum 1848
(c) Sebastian Sendlak
Mit Willenskraft und Offensiv-Power gegen den starken Eintracht-Auftakt
Am Freitagabend (18:30 Uhr) trifft der VfL Bochum 1848 am 2. Spieltag der 2. Bundesliga auswärts auf Eintracht Braunschweig. Rund 1.800 Fans begleiten die Blau-Weißen nach Niedersachsen; für Kurzentschlossene öffnet vor Ort eine Tageskasse im Gästebereich. Es ist das insgesamt 43. Aufeinandertreffen beider Traditionsvereine. In der vergangenen Saison konnte der VfL beide Partien für sich entscheiden (2:0 in Braunschweig, 4:1 im Rückspiel).
Frische Kräfte für die Startelf und Wiedersehen mit Ex-Vereinen
Bochums Cheftrainer Uwe Rössler sieht der intensiv erwarteten Partie trotz der 0:1-Auftaktniederlage gegen Hertha BSC zuversichtlich entgegen. Besonderes Augenmerk liegt auf den drei Offensiv- und Umschaltspielern Gerrit Holtmann, Mats Pannewig und Karol Mets, die am ersten Spieltag nach Einwechslung Schwung brachten und in dieser Trainingswoche einen überzeugenden Eindruck hinterließen. Alle drei sind eine Option für die Startformation – Rössler hofft auf deren Stehvermögen bei den vorhergesagten warmen Sommertemperaturen.
Auf der Gegenseite trifft der VfL auf einen beflügelten Gegner, der zum Auftakt einen fulminanten 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg feierte. Rössler warnt vor dem aggressiven Pressing, den schnellen Umschaltmomenten und den spielstarken Achtern der Eintracht. Zudem bringen gleich vier Akteure aus dem aktuellen Bochumer Kader eine Braunschweiger Vergangenheit mit: Philipp Hofmann, Gerrit Holtmann, Philipp Strompf und Tino Casali trugen bereits das Eintracht-Trikot.
Personal-Updates und offene Kader-Vakuums in der Offensive
Personell musste der VfL zuletzt bei Miri Rogneberg und Philipp Strompf Rücksicht nehmen, die im Training kürzertraten. Neuzugang Mansour Ouro-Tagba, der aus Köln an die Ruhr wechselte, ist nach absolviertem Einzeltraining fußballspezifisch noch nicht bei 100 Prozent und benötigt etwas Zeit. Trainer Rössler sieht den Angreifer als Option für die Neuner-Position.
Auf der Abgangsseite wurde Talent Kacper Koscierski für die laufende Spielzeit an Alemannia Aachen verliehen, um in der 3. Liga die nötige Spielpraxis im Abwehrbereich zu sammeln. Als direkter Konkurrent auf der rechten Verteidigerposition ist Manu Bomm eingeplant.
Blick auf den Transfermarkt: Effektivität im Angriff im Fokus
Auch wenn Uwe Rössler der gezeigten Leistung gegen Hertha BSC gute Phasen atteste, wird die Suche nach Verstärkung im Offensivbereich fortgesetzt. Der VfL plant bis zum Ende der Transferperiode noch zwei weitere Neuzugänge – angestrebt werden Qualitätsspieler für das zentrale Mittelfeld sowie die linke Außenbahn. Diese sollen dem Bochumer Spiel insbesondere im letzten Drittel mehr Durchschlagskraft, Variabilität und die nötige Effektivität verleihen, um herausgespielte Chancen konsequenter in Tore umzumünzen.
