
Verkehrsversuch in Linden
(c) Sebastian Sendlak
Die CDU-Ratsfraktion in Bochum kritisiert den laufenden Verkehrsversuch auf der Hattinger Straße im Stadtteil Linden scharf und fordert die Stadtverwaltung auf, die Sommerpause für eine grundlegende Neuausrichtung zu nutzen. Nach Auffassung der Union überwiegen die Nachteile der Maßnahmen deutlich, was zu erheblichen Belastungen für Anwohnende, den lokalen Einzelhandel sowie das gesamte Verkehrsaufkommen führt.
Druck im Mobilitätsausschuss und Kritik am Wegfall von Parkplätzen
Ratsfrau Sophie Sommer hat mit einer formalen Anfrage im Mobilitätsausschuss den Druck auf die Verwaltung erhöht. Neben konkreten Daten zum Verkehrsaufkommen auf der Hattinger Straße und potenziellen Ausweichstrecken erkundigte sie sich explizit nach den rechtlichen und praktischen Optionen für ein vorzeitiges Ende des Versuchs. Die Antwort der Stadtverwaltung steht bislang aus.
Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stefan Jox, betont die Gefährdung der wirtschaftlichen Zukunft des Stadtteilzentrums. Durch den Wegfall von Parkplätzen und eine erschwerte Erreichbarkeit leide der Einzelhandel in Linden spürbar unter zusätzlichen Hürden.
Bedenken hinsichtlich Verkehrssicherheit und Aufruf zum Dialog
Ein zentraler Kritikpunkt der CDU richtet sich gegen die geänderte Verkehrsführung, bei der sich Radfahrende, Autos und Straßenbahnen den verengten Straßenraum teilen. Sophie Sommer berichtet von Rückmeldungen besorgter Eltern, die die Situation als unübersichtlich und unsicher einstufen.
Die CDU fordert die Verantwortlichen der Stadt Bochum auf, von Experimenten zu Lasten der lokalen Wirtschaft abzusehen und zeitnah einen unbürokratischen Dialog mit den Hauptbetroffenen sowie der Bezirkspolitik vor Ort zu suchen.
