
Polizei
Das Polizeipräsidium Bochum und die regionalen Einsatzkräfte blicken auf ereignisreiche Tage zurück. Neben einem großangelegten Schlag gegen die organisierte Kriminalität im Rotlichtmilieu forderten mehrere Verkehrsunfälle im Stadtgebiet den Einsatz der Rettungskräfte.
Razzia in Massagesalons: Schlag gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung
In einer konzertierten Schwerpunktaktion ist der Polizei Bochum gemeinsam mit verschiedenen Ordnungspartnern ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen Menschenhandel gelungen. Im Rahmen einer vom Bundeskriminalamt (BKA) und Europol koordinierten Initiative wurden insgesamt acht Massagesalons in den Städten Bochum (vier Objekte), Herne (drei Objekte) und Witten (ein Objekt) zeitgleich durchsucht.
Dem Einsatz waren monatelange, intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei vorausgegangen. Es bestand der dringende Verdacht, dass in den Salons Frauen – vorwiegend aus dem asiatischen Raum – unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt wurden, um sie hier illegaler Prostitution zuzuführen und sexuell auszubeuten.
15 Personen angetroffen – Ermittlungen dauern an
Unterstützt wurden die Beamten bei der Razzia von Kräften des Zolls, der lokalen Ausländer- und Ordnungsbehörden sowie des Bochumer Bauordnungsamtes. Letzteres musste in den überprüften Räumlichkeiten direkt wegen erheblicher Baumängel einschreiten. In den Salons trafen die Einsatzkräfte insgesamt 15 Personen an. Die Beamten leiteten mehrere Verfahren wegen illegalen Aufenthalts sowie nicht angemeldeter Prostitution ein. Nach dem Ende der polizeilichen Maßnahmen übernahm die „Fachstelle eine Welt“ des evangelischen Kirchenkreises Herne die psychosoziale Betreuung der betroffenen Frauen. Die sichergestellten Beweismittel werden nun vom federführenden Kriminalkommissariat 12 ausgewertet.
Schwere Verkehrsunfälle im Stadtgebiet: Kradfahrerin verunglückt auf der Universitätsstraße
Am Mittwochvormittag ereignete sich in Bochum-Querenburg ein folgenschwerer Motorradunfall. Eine 24-jährige Bochumerin war gegen 10:10 Uhr auf dem mittleren Fahrstreifen der Universitätsstraße in Richtung Innenstadt unterwegs. Auf Höhe des Hustadtrings beabsichtigte sie, auf die linke Fahrspur zu wechseln. Dabei übersah sie offenbar den Wagen eines gleichaltrigen Düsseldorfers, der zeitgleich auf der linken Spur fuhr. Es kam zu einer heftigen Kollision. Die junge Motorradfahrerin stürzte schwer und musste mit erheblichen Verletzungen von einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Zeugenaufruf nach Unfallflucht: 14-jähriger E-Scooter-Fahrer schwer verletzt
Bereits am Montag kam es in Wiemelhausen zu einem schweren Vorfall, der erst am Mittwoch offiziell bei der Polizei zur Anzeige gebracht wurde. Ein 14-jähriger Jugendlicher befuhr gegen 17:10 Uhr mit seinem E-Scooter die Steinkuhlstraße. In Höhe der Hausnummer 36 öffnete plötzlich eine Autofahrerin die Tür ihres geparkten Wagens. Der Junge versuchte reflexartig auszuweichen, verlor dabei jedoch die Kontrolle und stürzte schwer auf den Asphalt.
Während der Jugendliche mit schweren Verletzungen stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste, flüchtete die Unfallverursacherin vom Unfallort, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern oder die Rettungskräfte zu verständigen.
Täterbeschreibung der Gesuchten: Die flüchtige Autofahrerin wird als circa 28 bis 35 Jahre alt, etwa 1,64 Meter groß, schlank und sportlich beschrieben. Sie hatte dunkle, zu einem Zopf gebundene Haare und trug ein schwarzes T-Shirt sowie eine schwarze Leggins. Das Verkehrskommissariat bittet die Gesuchte selbst sowie Unfallzeugen dringend, sich unter der Rufnummer 0234 909-5206 zu melden.
Pedelec-Fahrer stürzt im Kreuzungsbereich schwer
Am späten Mittwochabend verunglückte zudem ein 54-jähriger Pedelec-Fahrer bei einem Alleinunfall in Bochum. Der Mann war gegen 21:40 Uhr auf der Parkstraße unterwegs. Im Kreuzungsbereich zur Günnigfelder Straße verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Elektrofahrrad und kam zu Fall. Bei dem Sturz zog sich der Bochumer so schwere Verletzungen zu, dass er nach einer Erstversorgung vor Ort durch den Rettungsdienst zur stationären Behandlung in eine Klinik transportiert werden musste. Das Verkehrskommissariat hat auch in diesem Fall die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
