
Bezirksbürgermeister Dirk Meyer, Inhaber Heiko Kaminski und Partnerin bei der offiziellen Eröffnung des Biergartens ‚Zum Anpfiff‘
(Foto: Jenny Musall)
Ein neuer Treffpunkt bereichert die Bochumer Gastroszene. Mit frischem Fiege-Bier und familiärem Charme startet der beliebte Außenbereich unter neuer Leitung durch.
Nach einer langen Durststrecke hat das Warten für die Menschen in Langendreer ein Ende. Der Biergarten öffnet wieder seine Tore und lädt zu gemütlichen Stunden unter freiem Himmel ein. Heiko Kaminski übernimmt das Ruder und führt die Traditionslocation ab sofort gemeinsam mit seiner Familie. Zur Feier des Tages haben sich zahlreiche Gäste und Nachbarn versammelt, um den Neustart gebührend einzuleiten. Die Stimmung war ausgelassen, als das erste kühle Fass der Brauerei Moritz Fiege bereitgestellt wurde.
Fiege-Brauerei lässt zur Eröffnung im Bochumer Biergarten ein Fass springen
Die Unterstützung aus der lokalen Wirtschaft ließ nicht lange auf sich warten. Dirk Saxarra von der Privatbrauerei Moritz Fiege bringt die Freude der Braumeister auf den Punkt: „Bei einer Neueröffnung lassen wir gerne ein Fass springen.“ Gemeinsam mit den ersten Gästen stößt das Team auf eine erfolgreiche und sonnige Saison an. Ein grundlegender Tenor der ersten Besucher des neu eröffneten Biergartens ‚Zum Anpfiff‘ ist daher: „Wir kommen dann gerne auch persönlich vorbei und freuen uns, dass der Biergarten wieder geöffnet hat.“ Für die traditionsbewussten Besucher war der offizielle Fassanstich der Höhepunkt des Nachmittags.
Vor dem ersten Schluck steigt die Spannung auf dem Festplatz spürbar an. Dirk Saxarra kommentiert die Kunst des Anstichs gewohnt fachmännisch, wann der erste Gerstensaft aus dem Fass fließen soll: „Ein Schlag ist unmöglich, mit zwei ist man gut. Drei Schläge sind normal und mehr sind auch kein Problem.“ Dirk Meyer sticht das Fass an und benötigt drei Schläge. Damit fließt das frische Bier pünktlich zu Highnoon in die Gläser der durstigen Besucher.
Neuer Name ‚Zum Anpfiff‘ setzt auf echte Ruhrgebietskultur in Bochum
Der neue Name der Location ist dabei absolut kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Heiko Kaminski erklärte den Gästen die tiefere Bedeutung hinter dem sportlichen Begriff. „‚Zum Anpfiff‘ ist so gekommen: Wir haben etwas gesucht, was zum Fußball passt.“ So war der erste Name Abseits gewesen. „Aber ‚Abseits‘ hätte nicht gepasst. Das wäre zu negativ gewesen. ‚Zum Anpfiff‘ ist positiv gesetzt“, erklärt Kaminski den Namen, der auch die Ruhrgebietskultur im positiven Sinne widerspiegelt. „Etwas beginnt. Wir wollten die Ruhrgebietskultur im Namen und Logo haben. Deshalb auch der Förderturm im Logo.“
Das Konzept kommt bei den Menschen im Stadtteil hervorragend an. Der Inhaber ist ohnehin dafür bekannt, anzupacken, wo Hilfe gebraucht wird. „Gibt es ein Problem, ist Heiko zur Stelle. Er löst gerne Probleme“, sagt Tanja Kopp, die Kaminski aus ihrem Ehrenamt beim Roten Kreuz kennt.
Der Betreiber blickt mit viel Herzblut und großen Zielen in die Zukunft. Für ihn ist das Projekt weit mehr als nur ein Job. „Unser Ziel ist es, dass der Biergarten sich trägt“, sagt Kaminski, als Handwerker beim TuS Kaltehardt arbeitet. Ein großer Wunsch ist es, dass er von dem Biergarten leben kann. So soll das gesamte Viertel von der Wiederbelebung des Standorts nachhaltig profitieren. „Menschen zusammenzubringen ist mir wichtig. Ich glaube, dass sich der Ümminger See dadurch anderweitig füllt.“ Dies ist eine Anspielung auf die Menschen, die nach einem Spaziergang noch ein kaltes Getränk oder einen Snack haben wollen.
Gemütlicher Treffpunkt für einen geselligen Abend im Herzen von Bochum
Der Weg zur Neueröffnung ist von Zufällen und gutem Timing geprägt. Kaminski erinnerte sich auf der Feier an die ersten Schritte des Projekts. „Ich hab’ in der Presse mitbekommen, dass es keinen Betreiber gibt, und Kontakt zum Eigentümer/Pächter aufgenommen. Das hat aber nicht geklappt.“ So hat der Neu-Wirt dann Kontakt mit Frank-Dagobert Müller und Bezirksbürgermeister Dirk Meyer aufgenommen. „Die fanden die Idee gut.“ So ist der Grundstein für eine vielversprechende Zukunft gelegt. Die Location steht wieder „als Treffpunkt für einen geselligen Abend“ zur Verfügung.
Wer die gemütliche Atmosphäre selbst erleben möchte, kann ab sofort am Wochenende vorbeischauen. Die Betreiberfamilie hat die ersten Termine festgesetzt. Der Biergarten hat zunächst freitags bis sonntags jeweils von 12 Uhr bis 21:45 Uhr geöffnet.
