Beitrag: Kinderhospizdienst Ruhr feiert 25-jähriges Jubiläum
Stadtprinzenpaar überreicht Scheck an den Kinderhospizdienst Ruhrgebiet

(c) Sebastian Sendlak

Unter dem Motto „Lasst uns Brücken bauen“ hat der Kinderhospizdienst Ruhr e.V. sein 25-jähriges Bestehen im Haus Kemnade gefeiert. Dabei wurde mit den Gästen zurückgeblickt.

25 Jahre sind eine lange Zeit, auf die zurückgeblickt worden ist. Genau das hat der Kinderhospizdienst Ruhr e.V. am Sonntagnachmittag in der Scheune vom Wasserschloss Kemnade getan. Große Emotionen und dankbare Rückblicke prägten den besonderen Nachmittag in der voll besetzten Scheune des Wasserschlosses Kemnade. Seit einem Vierteljahrhundert schlagen die engagierten Mitwirkenden Brücken zwischen Menschen und verbinden Schicksale in der gesamten Region. Während der feierlichen Stunden blickten die Gäste auf zahlreiche Highlights wie ein Jubiläumskonzert, gemeinsame Reisen und viele erfüllte Herzenswünsche zurück.

Große Momente beim Jubiläum am Wasserschloss Kemnade

Die Initiatorin und Vorsitzende des Kinderhospizdienstes Ruhr e. V., Birgit Schyboll, hat durch das bunte Programm des Nachmittags geführt. Ein Höhepunkt des Jubiläumskonzertes ist der Auftritt von Kindern, die gemeinsam mit Ian und Soham,  beide bekannt aus The Voice Kids 2025, die Hymne „We Are the World“ anstimmen. Auch die Streetbunny-Crew, Biker in meist rosa Hasenkostümen, war vor Ort und sorgt erneut für leuchtende Kinderaugen. Die Motorradfahrer sammeln auf ihren Touren quer durch Deutschland Spenden und übergaben zum 20-jährigen Jubiläum feierlich eine stattliche Summe.

Ein ganz besonderer Moment gehört Ian Schneider, der nach einem Schülerpraktikum beim Hospizdienst seine Zeit dort direkt verlängerte und nun auf der Bühne gesungen hat. Entertainer Michael Wurst, der als treuer Botschafter fungiert, erzählt sichtlich bewegt von seinem Konzert vorherigen Wochenende. Dort hat ihn ein Mädchen auf ein Benefizkonzert vor 23 Jahren angesprochen, was für sie veranstaltet wurde, wie nachhaltig diese Arbeit ist. „Man fährt dann weg und fragt sich, wie es dem Kind später ergeht“, so Wurst. Den Verantwortlichen ist es eine Herzensangelegenheit, dass diese wichtige Unterstützung in der Öffentlichkeit gesehen wird.

Musikalisch ging es hochkarätig weiter mit Wolf Codera am Saxofon, David Thomas, Marshall Titus und Reginald Holden, der bis 2018 den letzten Papa im Starlight Express Bochum gespielt hat. Die Truppe gab eine mitreißende Mischung aus bekannten Songs wie „Simply the Best“ von Tina Turner zum Besten und brachte die Scheune zum Beben. Während Birgit Schyboll von den schwierigen Anfängen der Organisation berichtet, erzählen einige Kinder stolz von ihren persönlichen Highlights. Dazu gehörten unvergessliche Erlebnisse wie der Einsatz als Einlaufkind beim VfL Bochum oder der gemeinsame Erholungsurlaub auf Norderney. Ian bringt es auf den Punkt: „Wenn ich Kinder lachen sehe, geht mir das Herz auf.“

Große Spendenbereitschaft für die nächste Nordsee-Freizeit

Am Ende der Veranstaltung haben Prinzessin Andrea I. und Prinz Heinz I. ihre Spendenbereitschaft gezeigt. Das Stadtprinzenpaar aus der Session 20256/26 hat einen Spendencheck über 4.000 Euro überreicht. „Wir haben uns entschieden, dass wir die Tradition von Pascal und Julia fortführen wollen. Denn im Karneval geht es nicht nur darum, Spaß zu haben, sondern auch darum, Gutes zu tun“, begründet Andrea I. die Spende. Pascal und Petra Lohof spenden auch 350 € aus dem Doppelkopfturnier, um die wichtige Arbeit direkt vor Ort zu unterstützen. Schyboll bedankt sich bei den Spendern und richtet einen herzlichen Dank an alle Künstler sowie ehrenamtlichen Helfer, ohne die dieses Projekt nicht existieren würde.

Von dem großen Hauptpreis soll die anstehende Fahrt nach Norddeich bezahlt werden, damit die Kinder die dortige Seehundauffangstation besuchen können. Einige der betreuten Kinder sind sogar Paten von Tieren und dürfen diese dann bei ihrer Entlassung in die Freiheit begleiten. Auch der Hospizdienst Norden e.V. übergibt einen kleinen Korb mit Utensilien für deren Aufenthalt in Norddeich. Diese Gesten zeigen, wie stark das Netzwerk der Hilfe über die Jahre gewachsen ist.

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