Beitrag: Bochum misst Besucherströme: Neue Daten für die Innenstadt
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Mit dem Ausbau der Passantenfrequenzmessung schaffen die Stadt und die Wirtschaftsentwicklung eine moderne Datengrundlage für die City.

Die Bochumer Innenstadt geht einen weiteren großen Schritt in Richtung digitale Zukunft. Wie sich Besucherströme im Tages-, Wochen- und Jahresverlauf verändern und welche Auswirkungen Veranstaltungen oder Baustellen auf die Frequenz haben, soll künftig noch genauer analysiert werden. Hierzu bauen die Smart City Innovation Unit und die Bochum Wirtschaftsentwicklung das bestehende System zur Passantenfrequenzmessung deutlich aus. Durch die Erweiterung der Messpunkte entsteht schrittweise ein flächendeckendes Bild der Bewegungsmuster in der Fußgängerzone. Die Verantwortlichen betonen, dass die gewonnenen Daten als verlässliche Entscheidungshilfe für eine gezielte und attraktive Stadtentwicklung dienen sollen.

Hochmoderne Laser-Sensorik garantiert vollen Datenschutz

Bislang sind in der Bochumer City bereits drei Standorte mit moderner Sensorik ausgestattet, die erste wichtige Messdaten liefern. Im Laufe des zweiten Halbjahres sollen vier weitere strategische Messpunkte hinzukommen, um das Netz enger zu knüpfen. Zum Einsatz kommen dabei hochmoderne 3D-LiDAR-Sensoren, welche die Bewegungsdaten von Passanten, Radfahrern und Fahrzeugen präzise erfassen. Der Datenschutz wird dabei zu jedem Zeitpunkt großgeschrieben: Die Erfassung erfolgt vollkommen anonymisiert, sodass Personen weder identifiziert noch im Detail verfolgt werden können. Es werden zu keinem Zeitpunkt Bildaufnahmen gespeichert oder personenbezogene Daten verarbeitet.

Gemeinsame Datenbasis für Handel, Gastronomie und Stadtplanung

„Mit dem Ausbau der Passantenfrequenzmessung schaffen wir erstmals eine gemeinsame Datenbasis, von der Handel, Gastronomie, Veranstalter, Eigentümer, Investoren und die Stadt gleichermaßen profitieren“, erklärt Thomas Wollinger, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung. Die gewonnenen Erkenntnisse erlauben es der Stadtverwaltung, planerische Maßnahmen künftig noch fundierter zu bewerten. Der Einzelhandel erhält wertvolle Aufschlüsse darüber, welche Events zusätzliche Kunden anlocken, während Investoren verlässliche Informationen zur Attraktivität einzelner Lagen bekommen. Das geförderte Projekt unterstreicht Bochums Rolle als digitaler Vorreiter: Im bekannten Smart City Index 2025 des Branchenverbandes Bitkom belegte die Ruhrgebietsstadt einen hervorragenden fünften Platz unter den deutschen Großstädten.

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