
Gesundheitsamt
Das Gesundheitsamt in Bochum, 06.05.2019. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum
Unter dem Motto „Gesund im Quartier“ richtet das Gesundheitsamt Bochum seine Präventions- und Beratungsangebote künftig noch direkter an den Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger aus.
Das Bochumer Gesundheitsamt leitet eine strategische Neuausrichtung ein, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitssystem zu begegnen. Mit niedrigschwelligen Angeboten direkt vor Ort in den Stadtteilen soll die Gesundheitskompetenz der breiten Bevölkerung gestärkt werden. Die Verwaltung setzt dabei verstärkt auf vorbeugende Maßnahmen, um gesundheitliche Belastungen frühzeitig zu erkennen, noch bevor chronische Erkrankungen entstehen können. Ganz im Sinne der bundesweiten Kampagne „Der öffentliche Gesundheitsdienst – Schützt. Hilft. Klärt auf.“ werden Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden. Erste Termine für geplante Mitmach-Aktionen und Beratungsangebote sind ab sofort auf der offiziellen Webseite des Gesundheitsamts abrufbar.
Fokus auf Gesundheitsförderung und Primärprävention im Stadtteil
„Der Gesundheitsdienst ist mit seinem breiten Aufgabenspektrum ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Bevölkerungsgesundheit“, erklärt Jens Vieting, Sozial- und Gesundheitsdezernent der Stadt Bochum. Er betont, dass neben den klassischen Pflichtaufgaben die Primärprävention ein entscheidender Baustein für eine gesunde Stadtgesellschaft sei. Nur durch gezielte Vorbeugung lasse sich das System langfristig entlasten und die Lebensqualität im Quartier verbessern. Das erweiterte Angebot umfasst praxisnahe Aufklärungsformate sowie interaktive Aktionen, die regelmäßig aktualisiert und sukzessive ausgebaut werden. Das Amt möchte so eine Brücke schlagen und die Gesundheitsthemen direkt in den Alltag der Menschen integrieren.
Netzwerke stärken und bestehende Silos konsequent aufbrechen
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Neuausrichtung liegt auf der engen Zusammenarbeit mit Akteuren, die bereits in den Bochumer Stadtteilen etabliert sind. Rund 20 Prozent der Beschäftigten in Bochum arbeiten im Gesundheitswesen, was ein enormes Potenzial für Kooperationen bietet. „Uns ist es wichtig, bestehende Angebotsstrukturen gezielt zu unterstützen und sinnvoll zu ergänzen“, betont Dr. Cordula Kloppe, die Leiterin des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Wenn es gelinge, Silos aufzubrechen und Synergien geschickt zu nutzen, könne man gemeinsam viel für die Menschen bewegen. Lokale Initiativen, Träger und Vereine können über ein Online-Kontaktformular auf bochum.de unkompliziert eigene Ideen und Kooperationsvorschläge einreichen.
