Beitrag: Arbeitsreicher Wochenstart für Polizei und Feuerwehr
Schwerpunkteinsatz in der Innenstadt

(c) Polizei Bochum

Ein heftiger Vegetationsbrand, Raser-Kontrollen und eine dreiste Betrugsmasche hielten Bochums Rettungskräfte in Atem.

Am vergangenen Wochenende und dem darauf folgenden Montag verzeichneten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in Bochum ein erhöhtes Aufkommen an teils brenzligen Situationen. Neben den anhaltend hohen Temperaturen, die zu mehreren Freiflächenbränden im Stadtgebiet führten, stand auch die Kriminalpolizei im Dauereinsatz. Im Fokus der Ermittler standen dabei ein schwerer Fall von Telefonbetrug an einer Seniorin sowie eine großangelegte Verkehrskontrolle in der Bochumer Innenstadt. Zudem gelang der Polizei in Kooperation mit Spezialeinheiten ein Schlag gegen den illegalen Drogenhandel im benachbarten Dortmund. Die Behörden rufen die Bevölkerung angesichts der Ereignisse zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht auf.

Großeinsatz bei Flächenbrand in Wattenscheid

Die anhaltend hohen Temperaturen und die Trockenheit forderten die Feuerwehr Bochum am Sonntagnachmittag, dem 12. Juli, in besonderem Maße. Gegen 17:12 Uhr meldeten mehrere Anrufer einen massiven Vegetationsbrand im Bereich der Straße „Langenbach“ in Wattenscheid. Vor Ort brannte eine Grünfläche von rund 1.200 Quadratmetern mit trockenem Gras, Strauchwerk und kleineren Bäumen lichterloh. Durch den schnellen Einsatz von Spezialkräften und den gezielten Einsatz von Löschgeräten zur Vegetationsbrandbekämpfung konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohngrundstücke glücklicherweise verhindert werden. Nach rund einer Stunde war das Feuer gelöscht, wobei Drohnen und Wärmebildkameras zur Glutnestersuche eingesetzt wurden.

Betrüger bringen Seniorin um Wertsachen

Ein besonders perfider Vorfall ereignete sich bereits am Freitag, dem 10. Juli, im Bochumer Stadtgebiet. Eine 89-jährige Seniorin wurde Opfer eines sogenannten Schockanrufs, bei dem sich eine unbekannte Frau am Telefon als ihre schwer erkrankte Tochter ausgab. Die Anruferin forderte unter Tränen einen vierstelligen Geldbetrag sowie wertvollen Schmuck für eine angeblich lebensnotwendige Therapie. Die eingeschüchterte Seniorin übergab die geforderten Wertsachen schließlich im Bereich „Zum Kühl“ auf dem Gehweg an einen unbekannten Abholer. Die Kriminalpolizei bittet nun dringend um Zeugenhinweise zu dem verdächtigen Abholer, der mit einem silbernen Kleinwagen flüchtete.

Raser-Kontrolle und Festnahme durch Spezialeinheiten

In der Nacht von Freitag auf Samstag, den 11. Juli, führte die Direktion Verkehr zudem eine stationäre Großkontrolle auf der Viktoriastraße in der Bochumer Innenstadt durch. Die Bilanz der Beamten ist erschreckend: Insgesamt wurden 38 Fahrzeuge und 52 Personen kontrolliert, wobei sage und schreibe 161 Geschwindigkeitsverstöße registriert wurden. Sechs Autofahrern droht nun ein Fahrverbot, während drei Fahrzeuge wegen illegaler baulicher Veränderungen direkt vor Ort sichergestellt wurden. Einen weiteren Erfolg verbuchte die Bochumer Kriminalpolizei am Montag, dem 13. Juli, in Dortmund. Dort nahmen Spezialeinsatzkräfte einen 24-jährigen Tatverdächtigen fest, dem der Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen wird; er befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

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