Beitrag: Tödlicher Sturz, Bauarbeiter aus Grube gerettet und Suche nach Scooter-Fahrer
Baustellen-Unfall

Foto: Sebastian Drolshagen

Folgenschwere Einsätze für die Rettungskräfte in Bochum: Während die Feuerwehr am Freitagvormittag einen schwer verletzten Mann mittels Drehleiter aus einer Baugrube befreien musste, meldet die Polizei den tragischen Tod eines Seniors in Langendreer sowie eine feige Unfallflucht auf einer Radspur.

Die Feuerwehr Bochum wurde am heutigen Freitag, den 10. Juli 2026, um 10:26 Uhr zu einem technischen Rettungseinsatz auf die Dorstener Straße (Höhe Dinnendahlstraße) alarmiert. Auf einer dortigen Baustelle war ein Bauarbeiter in eine Grube gestürzt und hatte sich am Fuß so schwer verletzt, dass er diese nicht mehr eigenständig verlassen konnte.

Beim Eintreffen der Retter der Wachen Innenstadt und Werne wurde die Einsatzstelle zunächst gegen Nachrutschen und weitere Gefahren abgesichert. Nachdem sich die Einsatzkräfte einen sicheren Zugang verschafft hatten, wurde der Mann in der Tiefe vom Rettungsdienst medizinisch erstversorgt und stabilisiert. Die anschließende technische Rettung gestaltete sich aufwendig: Der Schwerverletzte musste in einer speziellen Schleifkorbtrage gelagert und mithilfe einer Drehleiter senkrecht aus der Grube gehoben werden. Nach einer weiteren medizinischen Versorgung vor Ort kam er in ein Bochumer Krankenhaus. Insgesamt 19 Einsatzkräfte – darunter 15 Retter der Berufsfeuerwehr Bochum sowie vier Kräfte des Rettungsdienstes der Feuerwehr Herne – waren an dem erfolgreichen Einsatz beteiligt, der gegen 11:09 Uhr beendet werden konnte.

Tragisches Ende eines Rollersturzes in Langendreer

Bereits am Donnerstag, den 9. Juli, vermeldete die Polizei den Tod eines 72-jährigen Bochumers nach einem Verkehrsunfall im Stadtteil Langendreer. Der Senior war bereits eine Woche zuvor, am Donnerstag, den 2. Juli, mit seinem Kleinkraftrad auf der Unterstraße in Fahrtrichtung Wittener Straße unterwegs gewesen. In Höhe der Hausnummer 98 verlor der Mann nach den bisherigen Ermittlungen beim Überqueren der dortigen Straßenbahnschienen die Kontrolle über sein Zweirad und kam zu Fall.

Obwohl die Ersthelfer und die Besatzung des alarmierten Rettungswagens an der Unfallstelle zunächst von eher leichteren Verletzungen ausgingen, wurde der 72-Jährige zur Sicherheit stationär in einer Klinik aufgenommen. Dort verschlechterte sich sein Gesundheitszustand in den darauffolgenden Tagen jedoch drastisch. Am gestrigen Donnerstag verstarb der Bochumer schließlich im Krankenhaus an den unfallbedingten Folgen des Sturzes.

E-Bike-Fahrer stürzt: Polizei sucht flüchtigen E-Scooter-Raser

Zudem stehen die Verkehrsermittler vor einem ungelösten Fall von Unfallflucht, der sich auf einer Radspur ereignete. Der Vorfall selbst spielte sich am Montag, den 6. Juli, ab. Ein 51-jähriger Bochumer war gegen 12:30 Uhr mit seinem E-Bike auf dem dafür vorgesehenen Radweg der Straße „Auf der Heide“ in Fahrtrichtung Wasserstraße unterwegs.

In Höhe der Hausnummer 8 kam es zu einer gefährlichen Situation: Ein bislang unbekannter E-Scooter-Fahrer lenkte sein Fahrzeug nach aktuellem Ermittlungsstand plötzlich und völlig unvermittelt vom Bürgersteig hinunter auf den Radweg. Dabei scherte er so knapp vor dem herannahenden Fahrradfahrer ein, dass der 51-Jährige eine Notbremsung einleiten musste. Bei diesem heftigen Bremsmanöver verlor der Bochumer die Kontrolle über sein E-Bike, stürzte schwer auf den Asphalt und zog sich Verletzungen zu. Anstatt dem Verletzten zu helfen, zeigte der Scooter-Fahrer dem Mann lediglich den Mittelfinger und flüchtete rücksichtslos von der Unfallstelle.

Der gesuchte Fahrer wird als schlank und etwa 15 bis 25 Jahre alt beschrieben. Er trug zum Unfallzeitpunkt einen dunklen Kapuzenpullover, eine lange, weite beige Hose sowie Nike-Turnschuhe. Laut Zeugenaussagen war er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf einem privaten Roller – es handelte sich ausdrücklich nicht um einen Leih-Scooter – unterwegs. Das zuständige Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Angaben zum Vorfall oder dem flüchtigen Jugendlichen machen können, sich dringend unter der Rufnummer 0234 909-5206 zu melden.

Auf Social Media teilen