Beitrag: „Wir sind Zoodirektor“ geht in die zweite Runde
Flamingos im Tierpark Bochum

(c) Sebastian Sendlak

Nach einem erfolgreichen Start im Mai öffnet der Tierpark + Fossilium Bochum am Freitag, den 24. Juli 2026, erneut seine Tore für die Ideen der Bürgerinnen und Bürger. Im Fokus des Formats steht diesmal die zukünftige Heimat der neuen tierischen Stars: den Capybaras.

Die Zukunft des Bochumer Tierparks entsteht im direkten Dialog mit den Menschen der Region. Nachdem beim ersten Termin im Mai fünf parkeigene Konzepte präsentiert wurden, rücken beim zweiten Treffen von „Wir sind Zoodirektor“ die kreativen Vorschläge der Besucher in den Mittelpunkt. Von 17:00 bis 19:00 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, in der Klinikstraße 49 gemeinsam darüber zu diskutieren, welche Anregungen die Einrichtung bereichern und wie sich die anstehenden Projekte optimal weiterentwickeln lassen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist für alle Teilnehmenden vollkommen kostenlos.

Ein neues Kapitel: Capybaras ziehen auf die Flamingo-Anlage

Ein zentrales Thema des Abends wird die Neugestaltung der bisherigen Flamingo-Anlage sein. Wo früher die rosafarbenen Vögel standen, bricht mit dem Einzug von Capybaras (Wasserschweinen) ein neues Zeitalter an. Die größten Nagetiere der Welt sollen den Besuchern nicht nur faszinierende Beobachtungsmöglichkeiten bieten, sondern auch eine tragende Rolle in der Umweltbildung einnehmen. Als Botschafter südamerikanischer Feuchtgebiete sollen die Tiere auf die Bedeutung sensibler Ökosysteme, den Schutz der Biodiversität und den verantwortungsvollen Umgang mit globalen Ressourcen aufmerksam machen.

Auch beim Umbau der Anlage selbst wird der Fokus konsequent auf die Nachhaltigkeit gerichtet. Die bestehenden Leitstrukturen der Flamingo-Anlage bleiben erhalten und werden in das neue Gehegekonzept integriert. Das schont wertvolle Ressourcen und entspricht den Entwicklungszielen des Tierparks, der als Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fungiert.

Zoodirektor Ralf Slabik ermutigt die Bochumer explizit zu unkonventionellen Ansätzen: „Wenn sich jemand zutraut, das größte Wasserschwein der Welt zu häkeln – uns ist keine Idee zu verrückt.“ Ziel sei es, gemeinschaftlich einen zukunftsfähigen Ort zu schaffen, der Natur erlebbar macht und Wissen generationenübergreifend vermittelt.

Mitsprache per Online-Voting und ein Gratis-Drink für Ideengeber

Wer am 24. Juli nicht persönlich im Tierpark erscheinen kann, erhält dennoch eine Stimme im Gestaltungsprozess. Über ein Online-Tool können Interessierte im Nachgang über die vorgestellten Konzepte abstimmen und eigene Perspektiven einreichen. Jede Rückmeldung fließt direkt in die finalen Planungen der Zooleitung ein.

Für alle, die live vor Ort mitdiskutieren möchten, hält das Organisationsteam ein besonderes Dankeschön bereit: Wer vorab das unverbindliche Anmeldeformular auf der Website des Tierparks nutzt, erhält am Veranstaltungsabend einen kostenlosen, thematisch passenden „Cappyrinha“ – wahlweise mit oder ohne Alkohol. Der Begrüßungsdrink soll den Einstieg in einen lockeren und produktiven Austausch über die Zukunft des Zoos erleichtern.

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