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Feuerwehr
Zwei folgenschwere Zwischenfälle beschäftigten die Bochumer Rettungskräfte in den vergangenen Tagen. Während im Elchbogen ein Rangiermanöver im Krankenhaus endete, löste eine Explosion im Hole einen Großeinsatz aus.
Kollision beim Rückwärtsfahren: 39-jährige Bochumerin schwer verletzt
Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Donnerstagnachmittag, den 2. Juli, im Bochumer Stadtgebiet. Gegen 16:50 Uhr beabsichtigte eine 39-jährige Autofahrerin aus Bochum, mit ihrem Wagen rückwärts aus einer privaten Grundstückseinfahrt auf die Straße Elchbogen einzubiegen.
Dabei übersah sie offenbar das herannahende Fahrzeug einer 60-jährigen Bochumerin, die zu diesem Zeitpunkt auf der Straße unterwegs war. Es kam zu einem heftigen Zusammenstoß im Heck- bzw. Seitenbereich. Die 39-Jährige erlitt bei dem Aufprall so schwere Verletzungen, dass sie nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden musste. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden; sie waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppdienste von der Unfallstelle entfernt werden. Das zuständige Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
Verpuffung im Keller: Mehrfamilienhaus in Harpen nach Brand unbewohnbar
Ein dramatischer Rettungseinsatz spielte sich am späten Freitagabend, den 3. Juli, im Stadtteil Harpen ab. Um 21:21 Uhr schlug die Brandmeldeanlage eines Mehrfamilienhauses an der Straße „Im Hole“ an. Was zunächst als einfacher Kellerbrand gemeldet worden war, eskalierte durch dramatische Schilderungen weiterer Notrufe binnen Minuten zur höchsten Alarmstufe: „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“.
Beim Eintreffen der ersten Löschzüge bot sich den Einsatzkräften eine kritische Lage. Dichter Rauch drang aus den Kellerschächten, und das gesamte Treppenhaus war bereits vollständig verqualmt. Zwei Bewohner befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon vor dem Gebäude – beide hatten bei der Flucht schwerste Brandverletzungen sowie massive Rauchgasvergiftungen erlitten. Noch während der ersten Erkundungsmaßnahmen lief eine dritte Person eigenständig durch den tiefschwarzen Brandrauch ins Freie.
Rettungshubschrauber angefordert – Drei Verletzte im Krankenhaus
Der Rettungsdienst kümmerte sich umgehend um die Erstversorgung der Betroffenen. Da die Verletzungen von zwei der drei Patienten als akut lebensbedrohlich eingestuft wurden, forderten die Notärzte zur schnellen Verlegung in Spezialkliniken einen Rettungshubschrauber an. Dieser konnte jedoch kurz vor dem Landeanflug wieder abbestellt werden, da nach einer umfassenden Sichtung der Transport in Bochumer Krankenhäuser mittels Rettungswagen realisiert werden konnte. Eine dritte Person wurde wegen des dringenden Verdachts einer Rauchgasvergiftung ebenfalls hospitalisiert. Die restlichen Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig ins Freie retten und blieben glücklicherweise unverletzt.
Parallel zur Menschenrettung startete die Feuerwehr die Brandbekämpfung. Insgesamt drei Trupps arbeiteten sich unter schwerem Atemschutz in die Kellerräume vor. Nach ersten Erkenntnissen der Einsatzleitung war es in einem der Kellerräume zu einer folgenschweren Gas- oder Materialverpuffung gekommen, die das anschließende Feuer ausgelöst hatte. Nach dem erfolgreichen Löscheinsatz und intensiven Belüftungsmaßnahmen mittels Hochleistungslüftern konnte der Einsatz gegen 23:10 Uhr beendet werden.
55 Retter im Einsatz – Kriminalpolizei ermittelt
Da das Feuer die zentrale Elektrik des Hauses komplett zerstört hat und der Treppenraum massiv durch giftigen Ruß kontaminiert wurde, deklarierten die Behörden das Gebäude vorerst für unbewohnbar. Die unverletzten Bewohner kamen für die Nacht bei Bekannten unter. Im Großeinsatz waren insgesamt 55 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Berufsfeuerwehr, der speziellen Ausbildungseinheit TOJ (Training on the Job) sowie der Löscheinheit Altenbochum der Freiwilligen Feuerwehr. Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur genauen Ursache der Verpuffung übernommen.
