
Brandeinsatz an der Unterstraße
(c) Feuerwehr Bochum
Ein Trupp unter Atemschutz verhinderte am Donnerstagnachmittag eine größere Brandausbreitung im ersten Obergeschoss. Während der Entrauchung kam es zu Verkehrsbehinderungen.
Ein schneller Löscheinsatz der Feuerwehr Bochum hat am heutigen Donnerstagnachmittag, den 2. Juli 2026, einen größeren Schaden in einem leerstehenden Gebäude verhindert. Um 15:15 Uhr ging bei der Leitstelle der Alarm über eine unklare Rauchentwicklung an der Unterstraße ein. Als die ersten Einheiten der Hauptwachen am Einsatzort eintrafen, bestätigte sich die Lage: Aus den Fenstern eines ehemaligen Schulgebäudes drang bereits dichter, dunkler Brandrauch ins Freie.
Atemschutztrupp lokalisiert Brandherd im Klassenraum
Bei der ersten Erkundung des weitläufigen Objekts machten die Einsatzkräfte den Brandherd im ersten Obergeschoss ausfindig. Dort brannte es in einem der ehemaligen Klassenräume. Die Feuerwehr leitete umgehend einen gezielten Innenangriff ein. Ein Trupp drang unter schwerem Atemschutz und ausgerüstet mit einem C-Hohlstrahlrohr in den verqualmten Trakt vor. Dank des schnellen Vorgehens konnte das Feuer zügig lokalisiert und unter Kontrolle gebracht werden.
Um den giftigen Brandrauch effektiv und kontrolliert aus dem Gebäude zu drücken, setzten die Blauröcke im Anschluss einen maschinellen Überdrucklüfter im Eingangsbereich an. Parallel dazu wurde über die ausgefahrene Drehleiter an den oberen Fenstern eine gezielte Abluftöffnung geschaffen. Nachdem der betroffene Bereich komplett rauchfrei geblasen war, folgte eine umfangreiche Nachkontrolle mit der Wärmebildkamera, um versteckte Glutnester im Mauerwerk auszuschließen und ein Wiederentflammen zu verhindern.
Keine Verletzten – Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr
Glücklicherweise befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs niemand mehr in der ehemaligen Schule, sodass bei dem Vorfall keine Personen verletzt wurden. Aufgrund der Aufstellung der Großfahrzeuge und der Schlauchleitungen musste die Unterstraße im betroffenen Bereich zeitweise teilgesperrt werden. Dies führte mitten im einsetzenden Feierabendverkehr zu spürbaren Verkehrsbehinderungen. Die Feuerwehr bat die betroffenen Verkehrsteilnehmer hierfür um Verständnis.
Insgesamt waren 21 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Werne sowie der Innenstadt vor Ort eingebunden. Nach rund einer Stunde intensiver Arbeit konnten die Schläuche wieder eingerollt und der Einsatz gegen 16:30 Uhr offiziell beendet werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache aufgenommen.
