
Nacht der offenen Kirchen 2026
(c) Peter Weidemann / Pfarrbriefservice.de
Christian Schnaubelt als Vorsitzender wiedergewählt: Gremium setzt auf Kirchenreformen, Ökumene und bereitet die stadtweite „Nacht der offenen Kirchen“ vor.
Die katholischen Christinnen und Christen in Bochum und Wattenscheid haben ihre personellen Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. Am Montag, 8. Juni 2026, fand im Wattenscheider Gemeindezentrum „maGma“ die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes des Katholikenrates statt. Dabei sprachen die Delegierten dem bisherigen Vorsitzenden Christian Schnaubelt erneut das Vertrauen aus und wählten ihn in seinem Amt wieder. Das bewährte Führungsteam wird durch bewährte und neue Kräfte ergänzt, um die anstehenden pastoralen und gesellschaftlichen Herausforderungen in der Region anzugehen. Als oberste Vertretung der Laien versteht sich das Gremium als aktiver Mitgestalter des kirchlichen Wandels im Ruhrgebiet.
Kontinuität und neue Impulse im Vorstand
Bei den Wahlgängen im Gemeindezentrum setzten die Stimmberechtigten auf eine Mischung aus Kontinuität und frischen Impulsen. Neben dem im Amt bestätigten Vorsitzenden Christian Schnaubelt wurde Dr. Ralf Nickel ebenfalls als Vorstandsmitglied wiedergewählt. Neu in das Führungsgremium berufen wurde Sabine Pappert. Als sogenanntes „geborenes“, also durch sein Amt gesetztes Mitglied, komplettiert Stadtdechant Propst Michael Ludwig die Vorstandsriege.
Um die Arbeit auf eine möglichst breite Basis zu stellen, wird der Kernvorstand von einem „erweiterten Vorstand“ tatkräftig unterstützt. Dieses Gremium setzt sich dezentral aus entsendeten Vertreterinnen und Vertretern der fünf großen Pfarreien im Stadtgebiet zusammen:
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St. Peter und Paul (Bochum-Mitte)
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Liebfrauen (Altenbochum/Laer)
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St. Franziskus (Weitmar)
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St. Gertrud (Wattenscheid)
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St. Marien (Stiepel)
Flankiert werden die Pfarreien im erweiterten Vorstand durch Delegierte der großen katholischen Verbände, namentlich des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).
Eine starke Stimme für den Reformprozess im Bistum Essen
„Als Katholikenrat setzen wir uns für Mut für Veränderungen in der katholischen Kirche und für den ökumenischen und den interreligiösen Dialog ein“, fasste der wiedergewählte Vorsitzende Christian Schnaubelt die zentralen Leitlinien für die vierjährige Amtszeit zusammen. Der Rat positioniert sich damit als Reformkraft an der Ruhr. Das Gremium unterstützt explizit den laufenden Zukunftsprozess „Christlich Leben.mittendrin“ im Bistum Essen. Ziel sei es, den Laiinnen und Laien in Bochum und Wattenscheid eine unüberhörbare und starke Stimme in den anstehenden Debatten um Strukturen und Inhalte zu verleihen.
„Wir wollen eine starke Stimme für die Laiinnen und Laien in Bochum und Wattenscheid sein.“ — Christian Schnaubelt, Vorsitzender des Katholikenrates
Ökumenisches Großprojekt: Nacht der offenen Kirchen im September
Ein ganz besonderes inhaltliches Highlight wirft bereits seine Schatten voraus. Am Samstag, 5. September 2026, richtet der Katholikenrat stadtweit die „Nacht der offenen Kirchen“ aus. Das Großprojekt wird in enger Kooperation mit der katholischen Stadtkirche, der evangelischen Kirche sowie dem Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) realisiert. Unter dem verbindenden Motto „Gemeinsam in Vielfalt“ entsteht derzeit ein umfangreiches Kultur- und Geistlichkeitsprogramm. Besucherinnen und Besucher sollen an diesem Abend Sakralbauten und weitere Orte ganz neu durch Kunst, Live-Musik, Spiritualität und kreative Aktionen erleben können. Am Rande der Wahl am 8. Juni fand bereits ein großes Vorbereitungstreffen aller Beteiligten statt, bei dem Koordinator Schnaubelt das enorme Engagement der Ehrenamtlichen lobte.
Für Kurzentschlossene drängt die Zeit: Offizielle Nachmeldungen von Gemeinden oder Projektgruppen für die Kirchennacht sind noch bis zum Beginn der Sommerferien am 19. Juli 2026 möglich. Detaillierte Informationen zum Programm, den teilnehmenden Gotteshäusern und zum Ablauf werden ab August flächendeckend in allen evangelischen und katholischen Gemeinden ausliegen. Zudem sind alle Neuigkeiten online auf der eigens eingerichteten Webseite www.kirchennacht-bowat.de, auf den Social-Media-Kanälen via Facebook und Instagram sowie beim offiziellen Medienpartner „Bochum-Journal“ abrufbar.
