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Feuerwehr Bochum (c) Sebastian Sendlak
Dramatischer Großeinsatz am Freitagmorgen in der Neustraße: Die Feuerwehr rettet zwei Frauen aus einer dicht verqualmten Wohnung.
Ein nächtlicher Feueralarm hat die Einsatzkräfte der Bochumer Feuerwehr am frühen Freitagmorgen, 12. Juni 2026, in Atem gehalten. Gegen 5:30 Uhr ging in der Leitstelle die dringende Meldung über einen Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Neustraße mitten in der Bochumer Innenstadt ein. Da laut den ersten Notrufen akute Lebensgefahr für die Bewohner nicht ausgeschlossen werden konnte, rückten die Rettungskräfte umgehend mit einem Großaufgebot an Lösch- und Rettungsfahrzeugen zum Schadensort aus. Neben der Berufsfeuerwehr der Hauptwache wurden parallel Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert, um die Absicherung des Innenstadtbereichs zu gewährleisten. Zwei Personen mussten im weiteren Verlauf mit Rauchgasvergiftungen in Kliniken transportiert werden.
Verrauchtes Treppenhaus alarmiert die Atemschutztrupps
Beim Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge bot sich den Rettern zunächst ein täuschend ruhiges Bild: Von der Straße aus war an der Gebäudefassade kein offenes Feuer oder dichter Qualm erkennbar. Erst beim Betreten des Hausflurs bestätigte sich die gefährliche Lage. Im Inneren des Gebäudes stellten die Einsatzkräfte eine spürbare Verrauchung des Treppenraums sowie einen penetranten Brandgeruch fest. Der Einsatzleiter zögerte keine Sekunde und entsandte sofort zwei Trupps unter schwerem Atemschutz zur Lageerkundung in das Gebäude. Während ein Trupp den Fluchtweg im Treppenhaus sicherte, verschaffte sich der zweite Trupp gewaltsam Zugang zu der betroffenen Wohnung, in der das Feuer vermutet wurde.
Hinter der Wohnungstür stießen die Wehrmänner auf eine dichte, lebensgefährliche Rauchwand. Bei der schnellen Durchsuchung der verqualmten Räumlichkeiten stießen die Einsatzkräfte auf zwei Bewohnerinnen, die sich nicht mehr eigenständig ins Freie retten konnten. Die Feuerwehrleute brachten beide Frauen zügig aus der Gefahrenzone und übergaben sie dem bereitstehenden Rettungsdienst. Nach einer notärztlichen Erstversorgung vor Ort wurden beide Bochumerinnen mit leichten Verletzungen zur weiteren klinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Durch das schnelle Eingreifen konnte das Feuer rasch gelöscht und eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen verhindert werden. Der Einsatz war gegen 6:40 Uhr beendet.
Zwei Schulbuben bei Unfällen mit Fahrrädern leicht verletzt
Neben dem dramatischen Brandeinsatz in der City meldet die Bochumer Polizei zwei Verkehrsunfälle vom vorausgegangenen Donnerstag, 11. Juni, bei denen jeweils junge Radfahrer verletzt wurden. Der erste Vorfall ereignete sich gegen 13:00 Uhr an der Kreuzung Blumenfeldstraße und Kornfeldweg. Ein achtjähriger Junge befuhr mit seinem Fahrrad den dortigen Gehweg und wollte den Kornfeldweg überqueren. Dabei übersah er offenbar den Wagen einer 41-jährigen Autofahrerin aus Essen, die verkehrsbedingt an der Einmündung halten musste. Der Achtjährige prallte gegen das stehende Fahrzeug, stürzte und musste im Anschluss vom Rettungsdienst mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.
„Dank des schnellen und gezielten Eingreifens der Einsatzkräfte konnte die Gefährdung weiterer Hausbewohner in der Innenstadt komplett ausgeschlossen werden.“ — Sprecher der Feuerwehr Bochum
Ein fast identischer Unfall passierte am Donnerstagabend gegen 18:00 Uhr im Stadtteil Langendreer. Ein siebenjähriger Bochumer war mit seinem Rad auf der Ümmiger Straße unterwegs. In Höhe der Coloniastraße bog der Junge plötzlich in eine private Hauseinfahrt ab. Dabei übersah er das Auto einer 44-jährigen Bochumerin, die in der Einfahrt stand und wartete. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem der Siebenjährige stürzte und leichte Schürfwunden und Prellungen erlitt. Der Junge wurde zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht. In beiden Fällen hat das zuständige Verkehrskommissariat der Polizei die weiteren Ermittlungen zur genauen Klärung des Unfallhergangs aufgenommen.
